Bibliotheksausbeute und Neuzugänge

Bibliotheksausbeute und Neuzugänge

23. April 2019 6 Von Petrissa

Wisst Ihr, was ich an Bibliotheken unter andrem so sehr mag? Man kommt rein und da liegen auf dem ersten Regal neben der Theke die eigenen Wunschbücher! Und man hat nicht damit gerechnet. Das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen!

 

Zeitwende 1979 von Frank Bösch stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Ebenso wie Couchsurfing in China von Stephan Ort. Ich habe seine anderen beiden Bücher auch gelesen und war beide Male begeistert. Das es ein neues Buch von Alastair Bonnett gibt, habe ich noch gar nicht mitbekommen. Auch hier habe ich den Vorgänger gelesen (Die seltsamsten Orte der Welt) und fand ihn toll.

Zeitwende 1979 von Frank Bösch

Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen, euphorische Aufbrüche und Revolutionen. Die iranische Revolution, Thatchers Neoliberalismus oder die Öffnung Chinas veränderten ebenso die Welt wie die Aufnahme der BoatPeople, der AKW-Unfall von Harrisburg oder der sowjetische Einmarsch in Afghanistan.
Frank Bösch nimmt uns mit auf eine faszinierende Zeitreise zu den Quellen unserer Gegenwart. 1979 gilt als “das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts” (Peter Sloterdijk) und wird als der “Beginn der multipolaren Welt von heute” (Claus Leggewie) bezeichnet. Die iranische Revolution brachte den fundamentalistischen Islam auf die weltpolitische Agenda, während der sowjetische Einmarsch in Afghanistan auf die Krisenherde des 21. Jahrhunderts vorauswies. Der Papstbesuch in Polen, der von Millionen gefeiert wurde, beschleunigte den Untergang des Sozialismus. Margaret Thatcher verkündete eine neoliberale, die neugegründete grüne Partei eine ökologische Wende. Und die vietnamesischen Boat People konfrontierten die Deutschen erstmals mit weltweiten Flüchtlingsströmen. Frank Bösch schildert in seinem brillanten Panorama mit bisher unbekannten Dokumenten, wie diese Ereignisse 1979 aufkamen und welche Folgen sie für Deutschland hatten: politisch, kulturell und – mit Energiespar-Appellen, Nicaragua-Kaffee, Fremdenhass und Willkommenskultur – auch für unseren Alltag.

Die allerseltsamsten Orte der Welt: Aufsteigende Inseln, bodenlose Städte, abseitige Paradiese von Alastair Bonnett

In der Arktis gibt das zurückweichende Eis nie von Menschen betretene Inseln frei, der Likouala-Sumpf im Kongo wartet bis heute auf seine geografische Erfassung, Städte wie Hong Kong oder S ão Paulo verlieren buchstäblich ihre Bodenhaftung. Doch das Allersonderbarste, so die feste Überzeugung des Autors, ist fast immer vor der eigenen Haustür zu finden. Eins haben die sehr verschiedenen Orte, von denen Bonnett berichtet, gemeinsam: Sie lassen und darüber staunen, welche Geheimnisse in unserer durchkarierten Welt noch zu entdecken sind.

Nach dem großen Erfolg der “Seltsamsten Orte der Welt” nimmt uns Alastair Bonnett zu 39 weiteren Exkursionen mit: Wir erkunden mehr oder auch weniger paradiesische Archipele, betrachten sehr gegenwärtige Versuche, ein Utopia oder eine Mauer zu errichten, und begegnen in entlegenen Gebirgstälern einer alten Sprache, die andernorts längst verschwunden ist. Der britische Soziologeograph erkundet Geisterstädte, inspiziert die Behausungen moderner Nomaden und versucht sich, ausgestattet mit einer digitalen Erntekarte, als Wildbeuter in Helsinki. Dieses Buch ist eine verlockende Einladung, der Magie von Orten nachzuspüren und die Welt im Großen wie im Kleinen neu zu entdecken.

Couchsurfing in China von Stephan Orth

Wie ticken die Menschen in China? Drei Monate lang erkundet Couchsurfer Stephan Orth das Reich der Mitte: vom Spielerparadies Macau im Süden bis nach Dandong an der Grenze zu Nordkorea, von Shanghai bis in die Krisenprovinz Xinjiang. Er besucht Hightech-Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Willkommensessen der Hund geschlachtet wird. Er wird als Gast einer Live-Fernsehshow zensiert und tritt fast einer verbotenen Sekte bei. Dabei wird immer deutlicher, wie sich das Leben hinter den Kulissen der neuen Supermacht gestaltet, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen: Und plötzlich wirkt das schwer durchschaubare China viel weniger fremd, als man vermutet hätte.

Die Blumensammler

New York, 1983. Als Peter Manyweathers in einer Bibliothek einen alten Brief entdeckt, weiß er noch nicht, dass er gerade das größte Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Sechs seltene Blumen sind in dem geheimnisvollen Brief notiert. Sechs Blumen, die so unvergleichlich sind, dass Peter Manyweathers für sie um die ganze Welt reisen wird.

Peter Manyweathers hat weder ausgefallene Hobbys noch abenteuerliche Phantasien. Doch dann fällt ihm zwischen den Seiten einer Enzyklopädie ein alter Brief mit den seltensten Blumen der Erde in die Hände, und mit einem Mal erwacht sein Entdeckergeist. Stück für Stück taucht er ab in die sonderbare Welt der Blumen, und als sich die Nachricht verbreitet, dass die geheimnisvolle Udumbara in voller Blüte in China entdeckt wurde, begibt er sich auf eine Reise, die ihn rund um den Kontinent führen wird. Drei Jahrzehnte später wandelt Dove Gale fasziniert auf den Spuren des Blumensammlers. Es sind Erinnerungsfetzen, die dem jungen Mann aus dem Leben von Peter Manyweathers erzählen. Doch weshalb besitzt Dove die Erinnerungen eines anderen und was verbindet die beiden Männer? David Whitehouse ist ein spektakulärer Roman über Liebe und Verlust sowie die ungezähmte Macht der Erinnerung gelungen.

Hirnrissig und Alan Greenspan habe ich vom Büchereiflohmarkt.

Das Gehirn finde ich ja unglaublich spannend und Alan Greenspan hat mich gereizt, weil ich durch GIER einen Zugang zur Wirtschaft bekommen habe.

Dark Wonderland habe ich bei Favola gewonnen, weil ich die ABC Protagonisten Challenge letztes Jahr mit 52 Buchstaben geschafft habe.

Hirnrissig - Die 20,5 größten Neuromythen - und wie unser Gehirn wirklich tickt
von Henning Beck

Brainfood macht schlau. Hirnjogging ist Muskeltraining. Links sitzt die Logik, rechts die Kunst: Unser Gehirn ist das letzte große Geheimnis der Wissenschaft, umrankt von unzähligen Mythen und Legenden. Mal ist es die perfekte Rechenmaschine, dann nutzt es angeblich nur zehn Prozent seiner Kapazität. Gleichzeitig haben Hirnforscher heute zu allem etwas zu sagen – von der Pädagogik bis zur Ernährung – und zwar nicht selten Unsinn. Pointiert und unterhaltsam erklärt Henning Beck, Neurobiologe und deutscher Meister im Science Slam, wie unser Gehirn wirklich tickt.

Mein Leben für die Wirtschaft- Autobiografie von Alan Greenspan

Schon ein Stirnrunzeln von Alan Greenspan konnte die Börsenkurse erschüttern, seine Entscheidungen bestimmten die internationalen Finanzmärkte und oft auch die Politik der USA. Sein Buch bietet neben spannenden Einblicken in die Geschichte der Wirtschaftspolitik und einer Fülle von scharfsichtigen Beobachtungen über die Mächtigen der Welt vor allem tiefgründige Analysen zur Gegenwart und Zukunft der Weltwirtschaft. Als Notenbankchef war Greenspan berühmt für seine Kunst der Kommunikation mittels Andeutungen. Frei von den Verpflichtungen des Amtes muss er sich endlich nicht mehr auf Andeutungen beschränken: Greenspan liefert Klartext – eine fesselnde und intelligente Analyse der globalen Wirtschaft und Politik.

Dass ich Pooh mag, dürfte Euch nicht verwundern. Ebenso mochte ich Harry Rowohlt, den ich aber vorwiegend nur als Sprecher für Hörbücher kannte. Doch er war auch Autor, Übersetzer und Kolumnist bei der „Zeit“.

All diese Kolumnen sind im linken Band versammelt. Im rechten Band sind alle Kolumnen versammelt (ja, ist mir natürlich erst daheim aufgefallen), plus Prosa, Berichte, Buch- und Filmkritiken.

Der linke Band ist eindeutig besser erhalten, aber im rechten steht halt mehr drinnen. Mal sehen, wie ich damit umgehe.

Kennt Ihr eines der Bücher oder Harry Rowohlt?
Wenn Ihr mögt, lasst mir ruhig Euren Link  da, zu Eurem Neuerscheinungs- oder SuB-Beitrag.

Noch eine Anekdote zu Harry Rowohlt, die ich auf Wikipedia gelesen habe.

Rowohlt erbte von seinem Vater 49 Prozent des Rowohlts-Verlag. Er wollte aber nicht ins Verlagsgeschäft einsteigen und verkaufte gemeinsam mit seinem Bruder 1982 das Unternehmen an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Anfragen zum Verlag wehrte er mit einem Formschreiben ab: „Ich habe drei Rundschreiben. Rundschreiben 1 lautet: Ich bin ja schon froh, dass ich nicht Kiepenheuer und Witsch heiße. Wenn Sie was vom Rowohlt-Verlag wollen, wenden Sie sich an den Rowohlt-Verlag und nicht an mich. Weitersagen!“

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