Frauen die Schreiben….

Frauen die Schreiben….

10. Mai 2019 5 Von Petrissa

… leben gefährlich, heißt ein bekanntes Buch von Stefan Bollmann.

Geschichtlich gesehen, ist es noch nicht so lange her, dass es Frauen in Europa möglich war, in die Schule zu gehen und zu Lernen. In vielen Ländern sind es immer noch die Mädchen, die in der Bildung benachteiligt sind. Denn die Mädchen, so heißt es, die heiraten ja eh mal.


Doch was für Auswirkungen hat eine schlechte oder gar keine Ausbildung der Mädchen?

Richtig, sie sind von den Eltern bzw einem zukünftigem Ehemann abhängig. Falls dieser sie schlägt oder vergewaltigt, hat die junge Frau kaum Möglichkeiten, sich aus dieser Gewalt zu befreien.

Wir lesen Frauen

Weltenwanderer hatte Anfang April für den Top Ten Thursday die Aufgabe rausgesucht, zehn tolle Autorinnen vorzustellen. Ich fand die Idee großartig, hatte aber leider keine Zeit mitzumachen. Ich wollte es gerne nachholen und dachte mir, ich verknüpfe es mit der Challenge #WirLesenFrauen von Schreibtrieb. So bin ich meine Bücherregale durchgegangen und habe alle Autorinnen rausgesucht, deren Bücher ich sehr mag.

Isabel Allende

Isabel Allende (*1942 in Peru) ist mit Salvador Allende verwandt, der Anfang der 70ziger Jahre Präsident in Chile war, bis er in Folge des Putsches starb. In “Paula” erzählt sie ihrer Tochter, die im Koma lag, von ihrem Leben und ihrer Kindheit in Chile.

»Hör mir zu, Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst.« Das Unfaßbare geschah im Dezember 1991, als lsabel Allendes Tochter Paula plötzlich schwer erkrankte und kurz darauf ins Koma fiel. Eine heimtückische Stoffwechselkrankheit hatte die lebensfrohe junge Frau jäh niedergeworfen, im Herbst 1992 starb sie. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst zur Tröstung, »das Buch ihres Lebens – in doppelter Hinsieht« (Bayerischer Rundfunk), ihr persönlichstes und intimstes Buch »eine Hymne auf das Leben« (stern).

Marlene Haushofer

Marlene Haushofer (*1920 † 1970 ) war Österreicherin. Sie studierte Germanistik (ohne Abschluss), heiratete zweimal den gleichen Mann und hatte zwei Kinder (ein uneheliches).

Sie starb mit 49 Jahren an Knochenkrebs.

 

Die Wand ist eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben.

Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.

Astrid Lindgren

Astrid Lindgren (*1907 † 2002) kennt jeder.

Astrid beschrieb ihre Kindheit als sehr glücklich. Die Eltern ihrer Freundin überredeten Astrids Eltern, sie auf die weiterführende Schule zu schicken. Das war damals für einfache Leute nicht üblich und kostetet jeden Monat Geld.

Astrid fing bei einer Zeitung an zu Arbeiten und wurde mit 18 von ihrem Chef schwanger. Astrid konnte ihn nicht heiraten, da seine eigene Scheidung noch nicht durch war. Einen späteren Heiratsantrag lehnte sie ab.

Sie zog nach Stockholm und bekam mit 19 Jahren heimlich ein weiteres Kind, das am Anfang bei Pflegeeltern aufwuchs. Zwei Jahre später lernte sie ihren zukünftigen Ehemann Sture Lindgren kennen, von dem sie ein weiteres Kind bekam.

Ihr seht, ganz so einfach kann ihr Leben nicht gewesen sein.

„Wie ist es möglich, dass die Menschheit solche Qualen erleiden muss, und warum gibt es Krieg?“

Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Lange bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. In ihren Tagebüchern schildert sie, wie Europa von Faschismus, Rassismus und Gewalt vergiftet wird. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

Aimée Carter

Aimée Carter (*1986, USA) hat Kunst und Kultur studiert und schreibt Fantasy für Kinder- und Jugendliche.

 

Ich liebe ihre Animox Serie sehr. Rezension Band 1.

Krieg der Tierwandler: Als Ratten seine Mutter entführen und sein Onkel sich in einen Wolf verwandelt, wird dem 12-jährigen Simon in Aimée Carters “Animox” klar: Seine Familie zählt zu den sogenannten Animox – Menschen, die sich in mächtige Tiere verwandeln können. Und schon steckt er mitten im erbitterten Krieg der fünf Königreiche der Animox. Ob Simon ein Nachfahre des “Beast King” ist, der sich in alle fünf Tierarten verwandeln kann?

Ursula Poznanski

Die meisten von Euch werden die sympathische Österreicherin (*1968) kennen.

Poznanski fing verschiedene Studiengänge an. Japanologie, Publizistik, Rechts-und Theaterwissenschaften. Machte aber in keinem einen Abschluss. 1996 fing sie an, als Redakteurin in einem medizinischen Fachverlag zu arbeiten. 2003 erschien ihr erstes Kinderbuch. Mit Erebos schaffte sie 2011 den Durchbruch.

Sie hat einen Sohn.

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Sabine Bode

Sabine Bode (*1947) arbeitet als freie Journalistin und Buchautorin.

Sie ist Expertin in Sachen psychischer Kriegsfolgen, besonders auch bei der Kinder- und Enkelgeneration. Ihre Sachbücher „Die vergessene Generation“, „Kriegsenkel“, „Nachkriegskinder“ und „Kriegsspuren“ sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Willst Du Deine Geschichte verstehen, musst Du die Geschichte Deiner Eltern und Großeltern verstehen.

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Sie sind in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Noch ist es ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben.

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Ein Buch, das den »Kriegsenkeln« hilft, sich selbst besser zu verstehen.

Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

J.K. Rowling

Über J.K.Rowling (*1965) muss ich vielleicht gar nicht viel schreiben.

Ein interessantes Detail allerdings, dass auch zum Thema Frauen passt ist, dass ihr damals nahe gelegt wurde, sie soll sich für Harry Potter ein männliches Pseudonym überlegen, da Fantasy, von Frauen geschrieben, vom Markt oft nicht akzeptiert wird. So kam es dazu, dass Rowling ihren Vornamen abkürzte.

Bis zu seinem elften Geburtstag glaubt Harry, er sei ein ganz normaler Junge. Doch dann erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll – denn er ist ein Zauberer! In Hogwarts stürzt Harry von einem Abenteuer ins nächste und muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.

Fortsetzung folgt…..

Falls Ihr Lust habt, ebenfalls einen Beitrag mit Euren Lieblingsautorinnen zu schreiben, würde ich mich sehr freuen und Euch auf jeden Fall verlinken.

 

Liebe Grüße

Petrissa

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