Henriette und der Traumdieb

Henriette und der Traumdieb

5. Mai 2017 7 Von Petrissa
Einmal auf weiterlesen klicken und Ihr kommt zu Akrams Interview Fragen und zu meiner Rezension. 

 Rezension

Autor: Akram El-Bahay
Verlag: ueberreuter
Seiten: 400
Alter: 11-13
 Henriette hat eine ganz besondere Begabung: Sie kann sich an jeden einzelnen ihrer Träume erinnern. Mehr noch, sie trifft sich Nacht für Nacht mit den gleichen Traumwesen. 
Doch eines Morgens wacht sie auf und erinnert sich an nichts mehr. Ihr Freund, der Buchhändler Herr Anobius, glaubt an einen Traumdieb. Traumdiebe brauchen die Träume andere, um selbst am Leben zu bleiben. 
Henriettes Zwillingsbruder Nick und Herr Anobius wollen Henriette helfen, ihre Träume wieder zu bekommen. Dabei warten nicht nur tolle Traumwesen und Abenteuer auf Henriette, sondern auch Gefahren. 

Ich war schon von dem Buch gefesselt, bevor ich es aufschlug. Ich finde das Cover nämlich wunder-, wunderschön. Die Andeutung eines Lederbuches und einfach die süße Henriette, mit ihren Sommersprossen und den Löckchen. 🙂 ♥

Akram El-Bahay entführt den Leser in eine Welt, die wir alle kennen und in der wir doch nie im wachen Zustand waren. Er lässt uns einen Blick hinter die Kulissen werfen und ich verspreche Euch, Ihr wünscht Euch sehnlichst, Ihr könntet auch im wachen Zustand in diese Welt.

“Habt Ihr Euch schon mal gefragt, aus welchem Stoff Eure Träume sind?” Henriette runzelt die Stirn. “Aus welchem Stoff? Nein, natürlich nicht. Sie sind doch in meinem Kopf, oder?” “Sicher sind sie das. Eure Träume stammen alle aus Eurem Kopf. Sie sind eine wilde Mischung von Erinnerungen, Ängsten und Hoffnungen. Doch damit die Bilder entstehen können, braucht Ihr die Hulmi.” 
“Was sind Hulmi?” 
Das verrate ich Euch jetzt natürlich nicht.

Akram El-Bahay zeichnet die Figuren liebevoll und detailreich. Er beschreibt die Traumwelt so gut, dass ich immer das Gefühl hatte, mitten unter den Figuren zu sein. Und ich habe fast alle Nebenfiguren total lieb gewonnen, eben weil sie so deutlich gezeichnet wurden. Natürlich gibt es nicht nur die Netten.

“Ein Albtraum.”
Henriette ging unwillkührlich einen Schritt zurück. 
“Er hat von all den Träumen, die du heute Nacht erleben könntest, die meiste Kraft über dich. Du merkst es, nicht wahr? Er zieht dich an. Albträume sind schrecklich. Sie sind machtvoll. Und deshalb müssen sie geträumt werden.” 


Man merkt auch den Biologen Akram El-Bahay in dem Buch. Nicht nur das auf eine schöne Art erklärt wird, warum Schlaf und Träume wichtig sind. Er baut zB auch die Amygdala ein. Ein Frau in der Traumwelt, die alle Erinnerungen Henriettes kennt.
Die Amygdala ist Teil des Gehirns, das für die Wiedererkennung von Situationen zuständig ist. Mir hat diese Vermischung sehr gut gefallen.

Für mich ist diese detalierte Traumwelt eine Meisterleistung der Phantasie!

Von mir gibt es 5 ♥.

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Jede von uns Bloggerinnen, durfte Akram zwei Fragen stellen, dass sich zu einem Interview zusammen setzt.

Interviewfragen:

 Welche Schwierigkeiten haben sich
dir beim Schreiben gestellt? Hattest du auch mal zeitweise die
berühmte Schreibblockade? Wie bist du damit umgegangen? Und was ist
dir im Gegensatz dazu besonders leichtgefallen? Gab es bestimmte
Szenen, die schneller von der Hand gingen?
Gott sei Dank hatte ich noch keine
Blockade. Es gibt allerdings Stellen, die sich schwerer als andere
schreiben: oft Passagen, die als Überleitungen dienen. Da gibt es
nur zwei Möglichkeiten: einfach weitermachen und immer wieder
verbessern, oder an einer anderen Stelle ansetzen und alle
schwierigen Passagen später angehen. Bei Henriette habe ich das so
gemacht. Hat gut funktioniert, dauert aber viel länger als sonst.
Ziemlich gut laufen die Szene beim
Schreiben, in denen es böse zugeht. Der Nachtschattenwald hat sich
im Grunde von alleine geschrieben (die Passage ist auch jetzt noch
meine liebste Stelle). Auch das Finale ging sehr schnell.
 Hast Du als Kind schon Geschichten
geschrieben?
Ja, seit der Grundschule. Geschichten
auszudenken war schon immer ein Hobby von mir. Und Deutsch mein
Lieblingsfach. Ich denke, man muss eine ebenso starke Affinität zur
Sprache haben, um Romane zu schreiben, wie zu Geschichten. Allerdings
kann man meine ersten Schreibversuche nicht guten Gewissen jemandem
zeigen. Die müssen in jedem Fall unter Verschluss bleiben!

 ☀ Ein herzliches Dankeschön an Akram und den Verlag! Danke für die tollen Vorschaubilder, die Zeit und alles was dazu gehört. An Akram auch ein besonderes Danke, für die ehrlichen und authentischen Antworten zu unseren Fragen!
Ein lieben Dank auch an meine Mitblogger. Es hat viel Spaß mit Euch gemacht.
Und last but not least: Ein herzliches Dankeschön an die Leser, die unsere Blogtour mit verfolgt haben. ☀   

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