Herzensbuch: Bill Bryson

Herzensbuch: Bill Bryson

23. Juli 2018 13 Von Petrissa

Gisela von Giselas Lesehimmel und Anne von Lesen – Eine Leidenschaft fürs Leben haben sich eine neue Aktion ausgedacht. Sie wollen jede Woche ein Herzensbuch vorstellen. Was mir daran gut gefällt, dass ich einfach mal
ältere Bücher vorstellen kann.


Allerdings habe ich gemerkt, dass ich Probleme mit der Definition “Herzensbuch” habe. Natürlich habe ich Herzensbücher, aber nicht wie Sand am Meer. Herzensbücher sind für mich schon wirklich, wirklich was ganz besonderes, die es nicht unendlich in meinem Leben gibt. Es gibt natürlich viele besondere Bücher, viele Lieblingsbücher. Und ob ein Buch sich zu einem Herzensbuch entwickelt, entscheidet bei mir eh die Zeit. Kann ich mich nach eins, zwei, drei, vier und mehr Jahren immer noch wie gestern an das Buch erinnern? Sehe ich die Örtlichkeiten noch vor mir? Bei manchem denkt man, es sei ein Herzensbuch, aber nach einem Jahr hat man schon einiges vergessen. Daher habe ich beschlossen, die Definition etwas großzügiger auszulegen.

Bill Bryson

Bill Bryson war lange mein Lieblingsautor. Aber nun habe ich schon einige Jahre nichts mehr von ihm gelesen, daher kann ich das nicht mehr mit voller Überzeugung sagen.

Bill Bryson ist unter anderem ein Reiseschriftsteller. Diese Bücher haben mich lange begleitet und ja, lange lagen sie mir sehr am Herzen. Er schreibt (so weit ich mich erinnre) mit viel Humor und Leichtigkeit. Geboren in Amerika, lebt er heute in Großbritannien. Seine Bücher spielen so wohl in den USA, wie auch in Großbritannien. Aber er schrieb auch über Europa und Australien.



Mein erstes Buch von ihm war „Picknick mit Bären“.

Bill Bryson will es seinen gehfaulen Landsleuten zeigen:
Gemeinsam mit seinem Freund Katz, der aufgrund gewaltiger Leibesfülle und einer festverwurzelten Leidenschaft für Schokoriegel nicht gerade die besten Voraussetzungen dafür mitbringt, will er den längsten Fußweg der Welt, den “Appalachian Trail”, bezwingen. Eine abenteuerliche Reise quer durch zwölf Bundesstaaten der USA beginnt…

Ein Reisebericht der etwas anderen Art – humorvoll, selbstironisch und mit einem scharfen Blick für die Marotten von Menschen und Bären!



Das hat mich damals total in den Bann gezogen. Ich war erstaunt, was ich nebenbei alles über die USA erfahren habe. Die Straßen sind oft so gemacht, dass man nicht einfach per Fuß einkaufen gehen kann. Mit Absperrungen zwischen Läden, die nebeneinander liegen, weil „der Ami“ keine 15 Meter zu Fuß zum Laden neben an geht, sondern in seinen Wagen steigt und „nach nebenan“ fährt.



Am besten haben mir „Mein Amerika“ und „Straßen der Erinnerung“ gefallen.

Gerade bei „Mein Amerika“ erfährt man auch viel über die Geschichte der USA in den 50ziger Jahren.

Die 1950er Jahre waren Bill Brysons Kindheitsjahre und damit die spannendsten, sorgenfreiesten und idyllischsten Jahre seines Lebens. Weil sie das alles auch für die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika waren, hat Bill Bryson gleich zwei Biographien geschrieben: seine eigene und die seines Landes. Denn wer könnte besser und witziger von Lausbubenstreichen und Wirtschaftsboom, von grünen Caprihosen und Hiroshima, von Ärzten, die Zigarettenwerbung machen, und dem ersten Farbfernseher erzählen als Bill Bryson?

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