Heute ist ein guter Tag….

Heute ist ein guter Tag….

16. Mai 2017 6 Von Petrissa

 Autor: Pierre Franckh

Verlag: südwest
Seiten: 192

 
Das Glückstagebuch fängt mit einer einer 18-seitigen Einführung über das
Glück, die Vermehrung dessen und das Glückstagebuch an sich an.
Wie man durch den Blick auf das Positive seine Sicht nachhaltig ändern
kann, was es bedeutet, sich mit guten Dingen zu umgeben und wie man mehr
Anerkennung bekommt, in dem man Anerkennung gibt. Er schreibt, wie sich
der Blick durch Dankbarkeit ändern kann.

Danach hat man Platz, um aufzuschreiben, was an diesem Tag gut war. Was
hat einen glücklich gemacht, wofür war man dankbar, was war gut. Auf der
rechten Seite gibt es jeweils Denkanregungen. „Das Schönste, woran ich
heute gedacht habe…“, „Meine tollste Reise..“, „Was mir heute gut
gelungen ist…“, „Welche positiven Eigenschaften meine Eltern mir
mitgegeben haben…“.

Alle 10 Seiten kommt dann wieder ein 4 seitiger Text. Hier ermutigt er
z.B. so zu sein, wie man ist und seine ganz eigenen Glückselemente zu
finden.
Vielleicht wurde einem beigebracht, dass Rockkonzerte ganz toll sind, aber man selber geht lieber in die Oper.

Mir war der Anfangstext etwas zu esoterisch.
Punkt 2 z.B.: „Wir erhöhen die eigene Schwingungsfrequenz!
Alles ist Energie. Auch unsere Gedanken sind pure Energie. Je höher und
reiner diese Energie ist, desto wohler und glücklicher fühlen wir uns.
Das Wundervolle ist nun, dass wir die Frequenz dieser Energie
beeinflussen können.“
Inhaltlich stimme ich ihm zu, erkläre es aber lieber neurophysiologisch.
Das Gehirn verarbeitet negative Information einfach schneller, weil es
in der Steinzeit wichtig war, einen Tiger mit der Gefahr zu Verknüpfen
und nicht damit, wie hübsch er doch aussieht. Daher müssen wir heute
mehr Energie darauf verwenden, das Positive um uns herum zu sehen (zB in
dem wir es jeden Tag aufschreiben).

„Wenn du das ein paar Tage – vielleicht drei Wochen – lang machst, wirst du etwas erstaunliches an dir selbst entdecken:“
Nicht „vielleicht drei Wochen“! Das Gehirn braucht drei Wochen, bis es
sich an eine neue Sache gewöhnt hat, bis sich eine neue Spur zwischen
den Synapsen verfestigt hat.
Weiß er das nicht oder denkt er, es ist überzeugender, wenn er es mal so
ganz nebenbei erwähnt?! Als naturwissenschaftlich interessierter Mensch
kann ich so was schwer nachvollziehen.

Die 4 Seiten Texte dagegen gefallen mir zum Teil ganz gut, weil ich es
mag, wie er da die Individualität jedes einzelnen betont. Das, was mich
glücklich macht, muss Dich noch lange nicht glücklich machen.

Was die Abschnitte zum Reinschreiben angeht, sind es 12 Abschnitte je 10
Seiten. Die Zeilenabschnitte sind so groß, dass die Seite nach 4-5
kurzen Sätzen voll ist. (Meine Schrift ist so mittelgroß).

Sich mit dem Gedanke eines Glücks- oder Dankbarkeits-Tagebuch zu
beschäftigen ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Es tut wirklich
sehr gut.
Allerdings überzeugt mich das Büchlein nicht. Für Leute, die es spirituell mögen, könnten die Texte aber ansprechender sein.

3 ♥ ♥ ♥


Herzlichen Dank an den Verlag.
🌷
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