Rezension: Mord ist nichts für junge Damen| Robin Stevens

Rezension: Mord ist nichts für junge Damen| Robin Stevens

21. November 2018 10 Von Petrissa

Obwohl ich ja viel Fantasy lese, fehlt mir in einer Sache die Phantasie. Nämlich darin, dass Kinder Morde aufklären. Das ging mir schon als Kind so, daher konnte ich mit TKKG und den Drei ??? nie etwas anfangen.

„Mord ist nichts für junge Damen“ ist mir in erster Linie durch Weltenwanderer aufgefallen, da Aleshanee so begeistert war. Da ich für die ABC Challenge noch eine weibliche Protagonistin brauchte, die mit D anfängt, war ich begeistert, in diesem Buch eine Daisy zu haben. – Ganz ohne mir Gedanken darüber zu machen, hier mit „meinem Problem“ konfrontiert zu werden, dass Kinder einen Mord aufklären. Daher fiel mir das Buch nicht immer leicht.

Doch worum geht es eigentlich?

Die 13 jährige Daisy und ihre Freundin Hazel gehen in den 1930er Jahren auf ein Internat für junge Damen in England. Dort vertreiben sie sich ihre Freizeit mit einem Detektivbüro, dass natürlich nicht so wirklich viel zu tun hat. Bis Hazel eines Abends ihre Lehrerin tot in der Turnhalle findet. Doch als Hazel mit Daisy zurück in die Turnhalle kommt, ist die Leiche weg.

Ein klarer Fall, der nur von Hazel und Daisy gelöst werden kann!

Meine Meinung:

Das Buch war echt toll (von meinem Unverständnis, warum sie nicht einfach zu einem Erwachsenen gehen abgesehen.)

Was mir hier besonders imponiert hat, dass es wirklich durch und durch logisch war. Bis hin dazu, warum kein Erwachsener eingriff. Auch die Auflösung fand ich sehr gelungen.


Sehr passend fand ich auch, dass Hazel immer wieder Angst hatte. Angst, der Mörder könnte nun was von ihr wollen, weil sie die Leiche gesehen hat, Angst, sich irgendwo Zutritt zu verschaffen… Also all die Dinge, vor denen man natürlich Angst hat, wenn man in so eine Sache verstrickt ist. Hazel war sich auch die ganze Zeit bewusst, dass sie da einen toten Menschen gesehen hat.


Die beiden Sachen haben mich etwas dafür entschädigt, dass hier Kinder einen Mord aufklären.


Daisy hingegen ist unbeschwert und ohne Furcht.

Überhaupt sind Daisy und Hazel eigentlich sehr unterschiedlich. Daisys Vater ist ein Graf, sie ist sehr beliebt in der Schule und hat richtige Fans. Sie hat keine Angst vor nichts und niemandem.

Hazel ist Chinsesin und ihre Eltern leben in China. Aufgrund ihrer Herkunft hatte sie es nicht einfach, als sie in das Internat kam.


Das historische wird so gut in unsere heutige Sichtweise integriert, dass es kaum auffällt.

Ich selbst fand Hazel manchmal etwas nervig und Daisy konnte ich zwischen durch nicht so gut leiden. Dennoch ist es für mich im Gesamtkontext stimmig.


In der dunklen Nacht musste ich feststellen, dass nicht nur der Mörder mir Angst machte – alle meine törichten, kindischen Ängste kehrten mit einem Schlag zurück, stärker denn je.

Fazit:

Ich finde es ein richtig schönes Kinderbuch, mit Spannung, Nervenkitzel und einer feinen Prise Realismus.

 

4,5 ♥

 

Mord ist nichts für junge Damen
Ein Fall für Wells & Wong von Robin Stevens

Teil 1
Verlag: Knesebeck (August. ’16)

ISBN-10: 3868739041
Seitenzahl: 288
Alter : ab 12 Jahre

 

 

Reiheninfo Ein Fall für Wells & Wong-Serie:


Band 1 – Mord ist nichts für junge Damen

Band 2 – Teestunde mit Todesfall

Band 3 – Mord erster Klasse
Band 4 – Feuerwerk mit Todesfolge
Band 5 – Mord unterm Mistelzweig
Fanband – Mordfälle und Sahnetörtchen
Band 6 – Tödliches Spiel in Hongkong


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