[Neuzugänge]Land unter

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25. Oktober 2018 18 Von Petrissa

Es subt gewaltig

Heidenei, liebe Leute. Es steht bös’ um mich.


Im Frühjahr habe ich ja mal meinen SuB gezählt. Da waren es so (ich weiß nicht mehr genau und will es gar nicht wissen) ~350 Bücher. Mit Sachbüchern und allem. Also nicht nur Romane, aber das spielt vermutlich keine Rolle. Seit dem habe ich das Tauschticket entdeckt und jede Menge Wunschbücher eingetauscht. Seit dem habe ich einen neuen Bücherschrank entdeckt, in dem immer klasse Bücher stehen. Und leider habe ich jede Woche nebenan eine Termin. Seit dem gibt es hier das Nachbarschaftregal, in das man Dinge (z.B. Bücher) rein stellen kann, die man nicht mehr braucht und der nächste kann sie mitnehmen. Ich bin an dem Punkt angelangt, wo ich nun die Bücher auf dem Boden staple, weil ich keinen Platz mehr habe. Das sieht bei anderen auf den Fotos immer ganz cool aus, aber mir gefällt es nicht. Und mit dem Boden wischen ist das auch ein Problem. Ich muss mir echt was einfallen lassen. Nach Grönland gehen und dort eine Entziehungskur machen. Ich kann jetzt noch nicht mal sagen, ich lese keine Rezensions-Exemplare mehr, weil ich ja gar nicht weiß, was für tolle Bücher die nächste Zeit erscheinen. Herrje!

Ein kleiner Haufen, der großen Massen

Das ist die Hälfte meiner Ausbeute vom Sommerflohmarkt.

Die Geschichte der Biene, für einen Euronen. Da kann ich doch nicht nein sagen.

(Unter uns, ich kann eh nicht gut nein sagen.)

↓Was ich zu sagen habe, ist in Klammern, das andere kursiv geschrieben, damit Ihr drüber scrollen könnt, wenn es nicht interessiert.

Geschichten vom Buch

(Hättest Du da Nein gesagt? – Siehste!)

Du drehst das Buch in den Händen und überfliegst die Sätze auf der Rückseite … Freilich, auch das Herumgehen um das Buch, dieses Drumherumlesen vor dem Drinlesen, gehört mit zur Freude am neuen Buch, doch wie alle Vorfreuden hat es bestimmte Optimaldauer, wenn es zur dauerhafteren Freude am Akt als solches führen soll, das heißt am Lesen des Buches.“ Italo Calvino (Klappentext)

Eine Sammlung von Klaus Schöffling, falls Du es Dir auch zulegen willst. ^^

Du hast mir das Kind gemacht, nicht ich: Mitgehört im öffentlichen Nahverkehr

(Ok, das wäre nicht notwendig gewesen. Aber was heißt schon notwendig. Und so wie manch andere heimlich Schmuddelromane lesen, so lese ich gerne Tratschromane. [Hypnosescheibe raus hole: Und was liest Du heimlich?])

Ein heißer Sommertag, die Straßenbahn bleibt im Verkehr stecken. Die Fahrgäste leiden schweigend, nur zwei ältere Damen unterhalten sich lautstark über Inkontinenz, eine Reihe weiter vorne tauschen sich Teenie-Mädchen detailliert über ihre neuesten Knutscherfahrungen aus. In solchen Momenten schreibt Erkan Dörtoluk mit: Beziehungsratschläge, Lebensweisheiten oder Gesundheitstipps – er hört hin, wenn allzu Skurriles und Privates öffentlich besprochen wird, und nimmt den Leser so mit auf eine aberwitzige und unterhaltsame Fahrt durch die gnadenlose Realität in deutschen Nahverkehrszügen.

Schloss aus Glas von Jeannette Walls

(Ist ja irgendwie ein Klassiker. Vielleicht verpasse ich das Buch des Jahres, wenn ich es nicht lese. Hm?)

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

(269 Rezensionen auf A, davon 75% 5 Sterne.)

Altes Land von Dörte Hansen

(Noch so was, worüber jeder redet. Diesmal sogar 430 Rezensionen bei A und 71% 5 Sterne)

Das »Polackenkind« ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine andere liebt.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Licht im Dunklen der Nacht

Eine tibetische Nonne kämpft für die Freiheit

1950 besetzen die Chinesen Tibet und die Autorin musste von einem Tag auf den anderen ihren Wunsch, Nonne zu werden aufgeben und die Rolle ihres Vaters einnehmen und Clan-Oberhaupt werden. 1960 wird die damals 21 jährige von den Chinesen gefangen genommen und eine qualvolle Gefängniszeit beginnt. Wie sie mit Hilfe von Spiritualität dieses grausame Martyrium überlebt, davon erzählt das Buch.

Nachkommen

Am Morgen verabschiedet sich die zwanzigjährige Nelia Fehn von ihrem toten Großvater, am Abend sitzt sie als jüngste Autorin bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises. In Frankfurt trifft sie ihren leiblichen Vater das erste Mal. Auf der Buchmesse wird sie gefragt, warum sie denn nun einen Roman geschrieben habe.
»Sie hatte nur nicht sagen können, was sie da gemacht hatte. Oder warum. Sie hatte nur einfach geschrieben und jetzt war das ein Roman, und das Leben ging weiter. Sie wusste nicht einmal, ob sie wieder schreiben wollte. Weiter schreiben.«
Marlene Streeruwitz gewährt uns einen Insider-Einblick in das Literaturgetriebe, und es gelingt ihr, aus dem Ende der Literatur Literatur zu machen.

Die Geschichte der Bienen

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Marcel Reich-Ranicki: Geschichte eines Lebens: Geschicht eines Lebens von Wittstock

(Wird bei Amazon gerade für 41€ gehandelt. Da! Deswegen kauf ich alles auf. Hehe)

Wolf Biermann liebt ihn, denn »anders ist er nicht auszuhalten«. Und Wolfgang Koeppen sagte einst: »Er schreibt über mich, also bin ich.« Marcel Reich-Ranicki – kein anderer Kritiker ist so berühmtberüchtigt bei Lesern wie Nicht-Lesern. Am 2. Juni 2005 feiert er seinen 85. Geburtstag.
Uwe Wittstock, ein glänzender Journalist und profunder Kenner des Literaturbetriebs, eröffnet einer breiten Leserschaft den Blick auf Reich-Ranickis Leben anhand zahlreicher bislang unveröffentlichter Informationen – ein Leben, in dem sich die deutsche Geschichte spiegelt.

(Ich liebe ihn auch. Habe ihn leider erst nach seinem Tod richtig „kennen gelernt“. )

Auf die drei Bücher freue ich mich schon so sehr und es ärgert mich echt, dass sie hier noch ungelesen rumliegen müssen.

Das Gold der Krähen – Teil 2 von Das Lied der Krähen. Eines meiner Highlights in diesem Jahr.

Im Versteck der Rebellen ist ebenfalls ein zweiter Band. Teil 1 heißt Jede Sekunde zählt und hat mich damals echt weggefegt

Nightmares! Ist Teil 1 einer Trilogie. Einer echt grusligen Kinderbuchreihe, die ich gerne zu Halloween nochmal lesen würde. (Nur meine Zeit… Ich hänge gerade echt an den Rezensionsexemplaren…)

Wie haltet Ihr es mit Eurem SuB und den Neuerscheinungen? Habt Ihr Regeln für Euch?
Liebe Grüße
Petrissa
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