[Rezension] Die Radleys von Matt Haig

[Rezension] Die Radleys von Matt Haig

22. Januar 2018 5 Von Petrissa
Die Radleys
– Ein Vampirroman –
Autor: Matt Haig
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (19. 08. 10) *
ISBN-10: 3462042335
Seiten: 432 

Die Radley scheinen auf den ersten Blick ganz normal. 
Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um die beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan und geht regelmäßig in den Literaturkreis. 
Es gibt ein paar Merkwürdigkeiten, wie das Rowan auch mit Lichtschutzfaktor 60 einen Ausschlag bekommt oder das alle Tiere vor Clara davon laufen. Nur Peter und Helen wissen, woran es liegt. – Sie sind abstinente Vampire.
Als Clara in eine Situation kommt, in der ihre Urinstinkte anspringen, gerät das mühsam aufgebaute Konstrukt einer normalen Familie mehr und mehr aus den Fugen. 
Peter bittet seinen Bruder Will, einen praktizierenden Vampir, um Hilfe. 
Helen will auf keinen Fall das Will kommt und sie hat Gründe, von denen Peter nichts weiß. Doch Will ist schon unterwegs.
Der Anfang zog sich etwas dahin, doch nach Claras Katastrophe und auch mit Will, gewann die Geschichte an Fahrt. 
Es ist einmal eine ganz andere Idee einer Vampirgeschichte. 
Eine Stelle ist etwas brutal, was ich jetzt nicht weiter schlimm fand. 
Helen fand ich stellenweiße ein bisschen anstrengend, mit ihrer krampfhaften Haltung, nur nicht aufzufallen. Will war da das genaue Gegenteil. Er steht auf einer Liste von Vampiren, die die Polizei nicht anfassen darf, behauptet er selbstsicher und ist sich nicht bewusst, dass die Vampirgemeinschaft ziemlich sauer auf ihn ist, da er sich an keine Regeln hält.
Dabei ist es sehr schön zu sehen, wie Clara und Rowan aufblühen, nun, wo sie wissen, dass sie Vampire sind und ihr Onkel sie mit Vampirblut versorgt. 
Das Thema “Nichts ist, wie es scheint” mal auf eine ganz andere Art. 
Das Buch hat mich jedenfalls gut unterhalten. 
3,5 ♥
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