[Rezension] Eingeschlossene Gesellschaft von Jan Weiler

[Rezension] Eingeschlossene Gesellschaft von Jan Weiler

4. April 2018 5 Von Petrissa
Eingeschlossene Gesellschaft
Autor: Jan Weiler
Verlag: der Hörverlag (22.01.18)*
ISBN-10: 3844528350
Länge: 1h 40 min
2 CDs 
Hörspiel mit
Jan Weiler, Wolf Anial, Jan Maak, Richhart Firchow, Florian Lange, Annette Frier, Lieke Hoppe, Yascha Nolting, Clemens Dönicke, Torben Kessler

Inhalt: 
An einem Freitagnachmittag sitzen sechs Mitglieder des Lehrkörpers eines
städtischen Gymnasiums im Lehrerzimmer. Da ist Holger Arndt, der
joviale Schüleranwalt, ihm gegenüber Klaus Engelhardt, der konservative
Pauker sowie Bernd Vogel, der einsame Nerd. Der Zyniker Peter Mertens
und die bissige Hexe Heidi Lohmann haben sich praktisch nichts zu sagen
und alle gemeinsam stehen sozial über Bettina Schuster, der unerfahrenen
Referendarin. Als es an der Tür klopft, steht zur Überraschung aller
aber kein Schüler, sondern ein ehrgeiziger Vater davor, der für die
Abiturzulassung seines Sohnes kämpft – und dafür sogar zur Waffe
greift… 
Er sperrt die Lehrer ins Lehrerzimmer ein und zwingt sie, über seinen Sohn zu diskutieren.
Meine Meinung: 
Natürlich diskutieren die Lehrer über alles, nur nicht über den Sohn. 
Viel zu verhärtet sind die Fronten. 
Am Anfang hat mich das etwas an die Filmkomödie “Wir haun die Pauker in die Pfanne” (1970) erinnert. Weil Lehrerin Lohmann ihren Kollegen Engelhart immer mit:”Richtig Klaus!” unterstützt. Ich dachte erst, das sei ein Ehepaar.
Anfänglich fand ich es sehr anstrengend zuzuhören, da besonders die Stimme von der arroganten Heidi Lohmann (Annette Frier) sehr schrill war. Sicher passt es zu der Rolle, aber ich fand es dennoch anstrengend. 
Inhaltlich finde ich die Geschichte gut gelungen. 
Ähnlich könnte sie auch in jedem Großraumbüro spielen. 
Sicher, hier gibt es nochmal den pädagogischen Ansatz, der aber nicht so ausgeprägt ist, dass man ihn nicht auch auf andere Kunden übertragen könnte. 
Im Laufe der Geschichte eröffnen sich wahre Abgründe, die zum Großteil überzeugen. Doch auch hier finde ich es stellenweiße zu sehr akzentuiert. 
Fazit:

Eine schöne Gesellschaftskritik, die mir von der sprachlichen Betonung her öfters etwas zu viel war. 
4 ♥ ♥ ♥ ♥ 
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