[Rezension] Happy Minutes

[Rezension] Happy Minutes

21. Januar 2018 3 Von Petrissa
Happy Minutes
4 Minuten, die dein Leben verändern
Autorin: Rebekah Borucki
Verlag: Integral (18.09.17) *
ISBN-10: 3778792822
Seiten: 304

Inhalt:
Nach der Erzählung, wie die Autorin zur Meditation kam, folgt eine Einleitung zur Meditation. Welche Sitzhaltungen gibt es, wie atmet man richtig. 
Es folgt auch ein Abschnitt zu Chakren und wie Handmudras funktionieren.
Dann folgen 9 große Themen/Kapitel. 
– 4 Minuten, um dein Leben zu entressen
– 4 Minuten, um dir den Traum von einem guten Selbstwertgefühl zu erfüllen
– 4 Minuten, um deinen Körper zu akzeptieren
– 4 Minuten, um wahres Glück zu finden
– 4 Minuten, um Mut, Selbstvertrauen und Erfolg zu manifestieren
– 4 Minuten, um eine Beziehung zu heilen oder den Partner anzuziehen, den du dir wünschst
– 4 Minuten, um Kummer und Verlustschmerz zu lindern
– 4 Minuten, um physische Verletzungen endgültig zu heilen
 – 4 Minuten, um Dankbarkeit, Fülle und Nächstenliebe zu kultivieren
Jedes Kapitel fängt mit einem längeren Text zu dem Thema an sich an. Dabei erzählt die Autorin immer wieder viel von sich und ihrer (schlimmen) Lebenserfahrung. 
Dann folgen zu jedem Kapitel 2 Meditationen. Jeweils mit den Fragen: Wann soll ich die Meditation machen, wo und mit welcher Haltung. 
Dazu gibt es 2-3 Mantras.  
Dazu gibt es in jedem Kapitel “Verbreitete-Liebe”-Affirmationen, die User unter dem #YH4M teilen. 
Meine Meinung: 
Es ist sehr amerikanisch geschrieben. Das muss man wissen.
Amerikanische Ratgeber unterschieden sich insofern oft von deutschen, dass die Autoren sehr viel von ihrem persönlichem Leid erzählen. In dem Fall hier von der schlimmen Kindheit. Ihre Eltern, die sich jede Nacht anbrüllten, irgendwann die Scheidung, die Mutter, die sich mit neuen Männern traf.
Ich mag so was ja ganz und gar nicht. 
Es interessiert mich nicht. Wenn ich eine Lebensgeschichte lesen will, kauf ich mir eine Biographie. 
In der Einleitung zur Meditation klärt sich auch angebliche Mythen auf. 
“Mythos #1: Bei Meditation geht es darum, an gar nichts zu denken. 
Wenn die einzige Möglichkeit, erfolgreich zu meditieren, darin bestünde, deinen Geist von allen Gedanken frei zu machen, dann würde niemand meditieren – niemals. An gar nichts zu denken ist nämlich praktisch unmöglich!” 
Das stimmt überhaupt nicht! Obwohl ich nicht regelmäßig meditiere, bekomme ich das durchaus hin und wieder hin.
Ich verstehe, wie sie dann weiter unten schreibt, dass sie Anfängern Mut machen will und dass eine Meditation natürlich nicht nur dann hilft, wenn man es schafft, den Geist ruhig zu halten. Aber deswegen zu sagen, dass sei unmöglich, finde ich etwas merkwürdig. 
Auch die Mantras sind sehr amerikanisch. Ich hatte eigentlich buddhistische/indische Mantras erwartet. Mein Fehler. Statt dessen steht da so was wie “In bin nicht kaputt und muss nicht repariert werden.” 
Ok, es gibt auch nettere in dem Buch. “Meine Augen und mein Herz sind offen für das Glück überall um micht herum.”
Leider konnte ich mich auch nicht wirklich auf die Meditationen einlassen, da es mir ebenfalls zu viel (Gerede) war. 
“Dieses Licht ist die Liebe Gottes. Es ist reine Liebe, die dir als Geschenk von deinem wohlwollendem Schöpfer gesandt wird. Halte die Augen zehn volle Atemzyklen lang geschlossen und fühl, wie das Licht der Liebe durch deinen Körper strömt.”
Ich möchte dem Buch eigentlich keine Sterne als Bewertung geben, denn dass ich die amerikansiche Herangehensweise nicht mag, heißt ja nicht, dass das Buch an sich schlecht ist. 
Ich hatte micht auf die Rezension einer Buchbloggerin verlassen und frag mich jetzt, ob sie es überhaupt gelesen hat. 
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