[Rezension] Kinder der Freiheit

[Rezension] Kinder der Freiheit

6. März 2018 6 Von Petrissa

Kinder der Freiheit
Autor: Ken Follett
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1 (11. März 2016)
ISBN-10: 3404173201
Seiten: 1216 Seiten

Teil 3 von 1 der Jahrhundertrilogie

Ich habe die Rezension vor 2 Jahren geschrieben. Also nicht wundern, was ich zur aktuellen politischen Situation schreibe. Aber im Prinziep hat sich da ja nichts verändern. Jedenfalls nicht Positives.

Inhalt: 

Der Krieg ist zu Ende, doch die Welt ist noch immer in Aufruhr. In
Berlin wird eine Mauer errichtet, die Ost und West trennt und Millionen
Familien zerstört. Nicht alle finden sich damit ab – trotz der Gefahr
für Leib und Leben. Zur gleichen Zeit kämpfen die Schwarzen in Amerika
für ihre Bürgerrechte, und die USA und die Sowjetunion stürzen sich in
eine Auseinandersetzung, die die Welt an den Rand der Katastrophe führt.
Wem kann man noch trauen in dieser Zeit, in der die Welt mehr als
einmal am Abgrund steht?

Meine Meinung: 

Es war das erste Follett Buch, dass ich gelesen habe und ich war von
Anfang an gefesselt. Ich habe es innerhalb von 1,5 Wochen verschlungen
und das, obwohl ich eigentlich eine sehr langsame Leserin bin.
Die Problematik der Rassentrennung in den USA habe ich so noch nie
verfolgt und es war mir so deutlich auch nicht klar. Gerade am Anfang
war ich echt fertig von der Grausamkeit. Mit Spannung habe ich verfolgt,
welche Dynamik das in den 60er Jahren bekam, zum Teil mit schrecklichen
Konsequenzen. Weitere Aspekte der Amerikanischen Geschichte zu dieser
Zeit, wurden oben ja schon genannt.

Daneben die Geschichte des Ostblocks, der Versuch der Menschen, den
Sozialismus zu verändern. Manche in der Hoffnung, dass dies auch
linientreu geht, andere in der Überzeugung, nur mit Revolution ist dies
möglich. Verschiedene Wege und Auswirkungen werden aufgezeigt.
Hier liegt der Schwerpunkt in den 80ziger Jahren und findet seinen
Höhpunkt natürlich 1989. Ich war erstaunt, wie früh die Tschechei, Polen
und Ungarn versuchten, sich zu reformieren. Und es war interessant,
welche Gründe einen Umsturz möglich machten.
Die Deutsche Geschichte war dabei jetzt nicht so ausgeprägt, was ich aber nicht schlimm fand.

Ein weitere Teil, der hier wegen den Sexszenen bemängelt wurde, war die
Rock ’n’ Roll und Hippie Geschichte. Gerade in den `68 Jahren war die
“freie Liebe” normal. Jeder geht mit jedem ins Bett, es wird gekifft
oder andere Drogen genommen. Auch hier werden verschiedene Typen
aufgezeigt und was für Folgen der ein oder andere Weg hat.

Was mich ebenfalls sehr berührt hat, ist der Lauf der Geschichte, der nicht mehr in dem Buch steht.
Es gibt heute zwar einen farbigen Präsidenten, was in den 60ziger Jahren
nicht vorstellebar war, aber der Rassismus ist wieder auf dem
Vormarsch.
Ebenso gibt es in den Ostblockländern nun freie Wahlen, aber ob man
deswegen von Demokratie reden kann…. wenn man sich die neue Regierung
in Polen anschaut…
Ungarn hat Ende der 80ziger den Zaun abmontiert und heuer einen neuen aufgebaut. Von Putin will ich gar nicht reden.

Das einzige was mich an dem Bucgh gestört hat, dass am Ende des Buch
einige Szenen vom Anfang wiederholt werden. Also jemand erinnert sich
dann, dass das und das am Anfang passiert ist, um dann darauf Bezug zu
nehmen. Auch wenn das Buch 1200 Seiten hat, so vergesslich wird man doch
schon nicht sein.

Das Ende dagegen fand ich sehr schön, ebenso auch den Epilog.

Von mir bekommt das Buch die volle Punktzahl.
5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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