[Rezension] Scythe – Der Hüter des Todes

[Rezension] Scythe – Der Hüter des Todes

29. November 2017 18 Von Petrissa
 Scythe – Der Hüter des Todes
Autor: Neal Shusterman
Verlag: Fischer Sauerländer (21.09.2017) *
Seiten: 528
ISBN-10: 3737355061
Alter: ab 14 Jahre 
Genre: Sc-Fi, Dystopie
Teil 1 von 3

 
Wir befinden uns weit in der Zukunft. Es herrscht Wohlstand, Wissen und – Unsterblichkeit. Stirbt jemand durch Gewalteinwirkung, wird er im Revival-Zentrum wieder hergestellt. Auch ansonsten kann man sein Alter auf Wunsch resetten. Du bist 80 und möchtest gerne wieder 20 sein? Kein Problem.
 Es gibt auch keine Politiker mehr. Die Welt wird von einer künstlichen Intelligenz, dem Thunderhead, gelenkt, der tatsächlich das Wohl der Menschen im Sinn hat.

Doch natürlich ist der Platz auf der Erde nach wie vor beschränkt und daher gibt es die Scythes. Sie sind die Hüter des Todes und handeln unabhängig vom Thunderhead. Sie suchen mehr oder weniger willkürlich Menschen aus, die sie “nachlesen” – töten. Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Scythe ist es, das was er tut, nicht tun zu wollen. 
Die beiden Jugendlichen Citra  und Rowan werden von einem Scythe dazu berufen, in die Ausbildung zu gehen. Beide hassen es und wollen es nicht und das ist die beste Vorrausetzung. 
Doch nicht alle Scythes sind so vorbildlich, wie der Ausbilder Faraday von Citra und Rowan.
In der Gemeinschaft der Scythes gibt es Unruhen und es scheinen sich zwei Lager zu bilden. Bald werden Citra und Rowan zum Spielball der beiden Lager.
Ich fand es großartig. 
    Dieses Gedankenspiel: Wie wäre es, wenn man Herr über Leben und Tod wäre?          
 Wie schrecklich und doch auch faszinierend.  
Ich mochte Scythe Faraday sehr. Er hat sich sehr viele Gedanken dazu gemacht, wen er nachliest und ob Citra und Rowan dazu geeignet sind. Am Anfang dachte ich noch: Cool, endlich mal ein Buch, wo wirklich Friede herrscht. Das es nicht so bleibt, hätte ich mir eigentlich denken können. 
Einige Leser kritisieren den sachlichen Ton des Buches. Doch genau das hat mir sehr gefallen, denn es ließ viel Raum für die eigenen Gefühle zum Thema Menschen töten. 
Im Laufe der Geschichte bekommt man auch mit, wie unterschiedlich verschiedene Scythes an die Sache rangehen. 
Auch sehr interessant, über den Gedanken der Unsterblichkeit nachzudenken. Du weißt, Du lebst auf jeden Fall noch 300 Jahre. Wie unterschiedet sich das Gefühl, zu dem heutigem Gefühl endlich zu sein. Ich finde, das macht schon ein großer Unterschied, auch in den eigenen Zielen. 
Ich mochte Citra und Rowan und konnte mich gut in ihr Schicksal eindenken, dass sie im Laufe der Geschichte ereilt.
 
Die Spannung ist das ganze Buch über hoch und immer wenn man meint zu wissen, wie es weiter geht, gibt es eine Wendung.
Im Laufe des Buches wird es stellenweiße ziemlich brutal und das Nachlesen detailliert beschrieben. Im Hinblick darauf, bin ich mir nicht sicher, ob ich es schon meinem 14-jährigem Kind zu Lesen geben würde. Den Aspekt sollte man einfach bedenken. 
5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Andere Rezensionen:
Weltenwandere (wow, tolle Rezension)
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