Rezension: Sturmkönige |Kai Meyer

Rezension: Sturmkönige |Kai Meyer

23. Februar 2019 2 Von Petrissa

Inhalt:

Zwischen Bagdad und Samarkand liegen zweitausend Kilometer feindliche Wüste. Und in dem Fall ist es nicht die Wüste, die so feindlich ist, sondern die Dschinne, die darin leben und weitere unheimliche Wesen, die durch die wilde Magie entstanden sind.

Wir reden hier nicht von den blauen Dschinnen, die den Menschen Wünsche erfüllen, sondern von grausamen Wesen, die mit Menschen kurzen Prozess machen.

 

Tarik ist früher oft mit dem Teppich von Samarkand nach Bagdad geflogen, um Schmuggelware zu transportieren. Doch seit er vor 6 Jahren dabei seine Geliebte verloren hat, hat er keinen Fuß mehr ins Dschinnland gesetzt.

Da der Emir von Samarkand jede Magie verboten hat, ist seit dem jeglicher Handel zwischen den beiden Städten zum Erliegen gekommen.

 

Nun hat das Haremsmädchen Sabatea Tariks jüngeren Bruder Junis becirct, sie mit dem Teppich nach Bagdad zu bringen. Obwohl Tarik und Junis stark zerstritten sind, beschließt Tarik, den beiden in die Wüste zu Folgen, um nicht auch noch seinen Bruder zu verlieren.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt ganz wundervoll! Wir erleben Tarik auf einem der illegalen Teppichrennen durch Samarkands Nacht. Kai Meyer beschreibt es auf eine Art, bei der man den Wind in den Haaren fühlt und sich instinktiv am Teppich festkrallt, um nicht herunter zu fliegen.

Überhaupt war ich ganz verliebt in das Teppich fliegen. Ich wusste gar nicht, dass es so schön sein kann, war immer wieder mein Gedanke.

 

Im weiteren Verlauf des Buches, hatte ich dann allerdings schon Probleme mit der Geschichte, weil sie mir einfach zu gruselig war. Dabei ist es gar nicht so, dass ständig extrem gruselige Sachen passiert sind. Doch Meyer beschreibt die Bedrohung so greifbar, dass ich die ganze Zeit diese extrem ekelhaften, gruseligen Dschinnfratzen vor mir sah und -mir persönlich- diese Bedrohung einfach ein bisschen zu viel war. Ich hatte auch ständig Angst, aus irgendwelchen Ritzen könnten neue „Ungeheuer“ hervor kriechen. Die Bilder im Buchdeckel hätte ich so auch nicht gebraucht.

Ich muss dazu allerdings auch sagen, dass ich ein echtes Weichei in der Beziehung bin.

 

Im Klappentext steht ja: „Eine Reise in einen Albtraum beginnt, zweitausend Kilometer durch die Hölle…“

Und ich dachte die ganze Zeit: Ja, ich wurde gewarnt.

 

Wenn ich meine persönliche Angst mal weglasse: Am Schreibstil und an der Fantasie gibt es nichts zu meckern.

Und obwohl mir die Handlung zu Beginn der Reise etwas dürftig erschien, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Als ich das erste mal vom Buch aufblickte, hatte ich schon 60 Seiten gelesen.

 

Das letzte Drittel fand ich großartig! Ich habe Sabatea total ins Herz geschlossen, auch wenn man lange Zeit ihre Motivation nicht versteht.

Zwischen durch war ich mir vor Angst nicht sicher, ob ich Band 2 und 3 so schnell lesen will. Bzw. ob überhaupt. Doch das Buch endet so, dass ich mich echt geärgert habe, dass ich es Samstag Nachmittag ausgelesen habe und nicht sofort in den Buchladen konnte, um mir Band 2 zu kaufen.

Fazit:

Wenn Du einmal im Leben auf einem fliegendem Teppich reiten willst, dann lese dieses Buch! Aber mache Dir immer bewusst, Du sitzt daheim im Sessel und die Dschinne sind nur Fantasie. Denn das kann man zwischen durch vergessen.

 

4,5 Herzchen

Zitate:

„Ich will nicht, dass dir irgendwas geschieht“, flüstert er eindringlich. „Das würde ich mir nie verzeihen.“

Ich dir auch nicht.“

„Ifrits können selbst bestimmen, wie groß oder klein sie sind. Jedenfalls innerhalb gewisser Grenzen.“

„Hausen deshalb manche von ihnen in Flaschen?“

„Das sind Märchen, Sabatea. Wie könnte man wohl einen von ihnen dazu bewegen, sich in einer verdammten Flasche zu verkriechen?“


Weitere Rezensionen:


5 Sterne Weltenwanderer

4 Sterne Lifeyourlifewithbook


Dschinnland

Trilogie: Die Sturmkönige Band 1

Autor: Kai Meyer

Verlag: Bastei Lübbe (Sep.2008)

ISBN-10: 3404208455

Alter: ab 16

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