[Rezension]Glück – Zeit für mich

[Rezension]Glück – Zeit für mich

8. Juli 2018 4 Von Petrissa

Glück – Zeit für mich

Autorin: Anna Barnes

Übersetzerin: Felicitas Holdau

Verlag: kailash (19.03.18)

ISBN-10: 3424631604

Seiten: 160


Inhalt:

Das moderne Leben ist stressig, schreibt Anna Barnes. „Dabei vergessen wir oft unser psychisches Wohlbefinden und wie wichtig es ist, einfach glücklich zu sein.

Mit diesem Buch will sie uns dabei unterstützen, Abstand zu gewinnen. „Mit Tipps fürs Zuhause und fürs Stressmanagement im Job sowie mit leicht nachvollziehbaren Anleitungen, wie du positiver denken und Körper und Geist aktiv bei Laune halten kannst.“

Dabei widmet sie sich den Kapiteln:

Einfache Glücksstrategien,

Freude teilen,

Glücklich daheim,

Gut schlafen, gut gelaunt,

Freude im Job,

Essen, das glücklich macht,

Bewegung tut gut,

Ganzheitlich ins Glück


Es wechseln sich kurze Texte mit Zitaten und Aphorismen ab

Meine Meinung:

Es ist ein Buch mit süßen Grafiken und netten Zitaten.

Aber es hält nicht das, was Anna Barnes im Vorwort verspricht. (s.o.)


Die „nachvollziehbaren Anleitungen“ sind doch ziemlich oberflächlich. Da schreibt sie zB von einem bekannten Psychologen, der selber an Depressionen litt und davon überzeugt war, dass man sich nur für das Glück entscheiden muss, um glücklich zu sein. „Indem man an das Glück glaubt, wird man glücklich.“ Was für eine gefährliche Aussage. Jemand der an echten Depressionen leidet, wird sich durch so eine Aussage nur noch schlechter fühlen, weil er es nicht hinbekommt.


Mit meinem Hintergrundwissen verstehe ich, was sie damit meint. Das Gehirn kann nicht unterscheiden, ob wir uns nur etwas vorstellen oder ob es Realität ist. So trainieren Leistungssportler zB mental, in dem sie sich vorstellen, wie sie als erstes durch die Ziellinie laufen. Das Gehirn glaubt dann daran.

Und wenn wir uns immer wieder vorstellen, wie wir in einer Situation versagen, wird dies für das Gehirn auch zur Realität.


Aber das erklärt sie nicht. Und jemanden der ernsthaft psychisch krank ist zu sagen: „Glücklichsein ist Willenssache…“ – fahrlässig, in meinen Augen.


Mir gefällt auch die Sprache nicht besonders. Ich weiß ja nicht, wie das Original ist, aber die deutsche Übersetzung ist nicht gut. Das „Tuwort“ kommt zB ziemlich häufig vor. Oder als Mantra soll man sagen: „Ich bin zuständig für mein Glück.“ „Zuständig“ ist so ein eckiges Wort, das für ein Mantra vorzuschlagen…

Sei mal ein bisschen albern, just for fun…

Die Sprache ist so salopp, dass da gar keine Wärme in den Worten liegt, was ich bei dem Thema aber erwarten würde.

Fazit:

Erwartet man nur ein paar lockere Vorschläge, schöne Zitate und hübsche Bilder, wird man an dem Buch Gefallen finden.

Sucht man aber nach hilfreicher Unterstützung, ist das Buch weniger geeignet.

Besonders Menschen, denen es psychisch nicht gut geht, würde ich das Buch nur mit großen Vorbehalten empfehlen.


Gerade noch so 3 ♥ ♥ ♥

Ich danke dem Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Folgende Bücher könnten Euch auch interessieren:

99 herrliche Auszeiten für zwischendurch
Kopf hoch – Das kleine Überlebenshandbuch für Streß, Ärger und anderen Durchhängern
Loading Likes...