[Rezension]My Mindful Flow

[Rezension]My Mindful Flow

20. März 2018 17 Von Petrissa
 
My Mindful Flow


365 Ideen für ein achtsames Jahr


Autorin: Jocelyn de Kwant


Illustration: Sanny van Loon
Übersetzung: Gabriele Lichtner
Verlag: Südwest Verlag (15. Februar 2018)
Seiten: 240
ISBN-10: 3517096768


Autorin:
Jocelyn de Kwant ist Journalistin und
war lange niederländische Redakteurin in der bekannten Zeitschrift
„FLOW“, die unter anderem auf das Thema Achtsamkeit und
Kreativität spezialisiert ist.
Inhalt:
Das Buch ist in 12
Kapiteln eingeteilt, die einen auf unterschiedlichste Art anregen,
sich jeden Tag einen kurzen Moment der Achtsamkeit zu nehmen und sich
auf kreative Art mit sich selbst oder der Umgebung auseinander zu
setzen.
Die Kapitel werden mit einem
kurzen Text zu dem Thema eingeleitet, oft auch mit einem Zitat.
Natur. „Ich gehe in die Natur, um zur Ruhe zu kommen und
geheilt zu werden und um meine Sinne in Einklang zu bringen.“ (John
Burroughs)
Alltag: Die kleinen
Dinge im Alltag wahrzunehmen, die einem gut tun und sich nicht dem
Trott hingeben.
Spiel: Als
Erwachsener verlernt man zu Spielen. Dabei ist Spielen für unser
Gehirn wichtig, denn damit gewinnen wir unter anderem die
Fähigkeiten, Probleme zu lösen.
Körper: Obwohl die
Forschung längst bewiesen hat, dass Körper und Geist einander
beeinflussen, wird es oft immer noch belächelt. Wenn eines von
beidem im Ungleichgewicht ist, ist es der andere Teil auch.
Kritzeleien: Habe
Spaß, lach über Deine Fehler und schüttel Deine Hand und Deinen
Geist aus.
Verbundenheit:
Verbundenheit gibt dem Leben Sinn und lässt Dich das Glück fühlen.
Sinne: Wir Menschen
leben leider viel zu oft in der Vergangenheit und der Zukunft. Nur
wenn Du Deine Sinne benutzt, lebst Du wirklich im Hier und Jetzt.
Das, was Du JETZT hörst oder schmeckst, ist die Gegenwart. Schalte
den Autopilot ab und lebe.
Schreiben: Schreiben
klärt die Gedanken. Das Kapitel ist eine Mischung aus
Schreibvorschlägen und Handlettering.
Kreativität: Eine
Studie belegt, dass Kreativität nicht nur positive Auswirkungen auf
den jetzigen Tag hat, sondern auch auf die kommenden Tage. Wirf Deine
Selbstzweifel und Deinen Ehrgeiz über Bord, es wird Dir nicht nur
gute Laune verschaffen, sondern auch Deinem Hirn bei kreativen
Problemlösungen helfen.
Erforschen: Der
Mensch liebt Gewohnheiten, mag das Vertraute. Doch nur wenn wir
unsere Komfortzone verlassen, können wir tolle, neue Dinge erleben.
Essen: „Essen
bringt Menschen zusammen, es regt die Sinne an und weckt Emotionen.
Und man kann sehr kreativ sein.“ Dazu auch gut im gegenwärtigen
Moment bleiben. „Wenn du Zwiebeln schneidest, schneide einfach nur
Zwiebeln.“ (Michael Pollan)
Nichtstun: Nichtstun
ist wichtig für unser Gehirn. Es sortiert sich neu, tankt Energie
und kann dadurch auf Lösungen zu Problemen kommen.


Meine Meinung:
Achtsamkeit beutetet, im
Augenblick präsent sein. Nicht an den Streit mit dem Chef gestern
denken und auch nicht daran, was ich morgen noch alles erledigen
muss. Das alleine schafft Unruhe im Kopf, kostet unnötig Energie und
trägt zum Lösen der Probleme nicht bei.
Wenn man etwas in seinem
eigenen Leben verändern will, kommt man nicht drum herum, den
Autopilot zu verlassen und auch die Wahrnehmung neu auszurichten.
Dabei kann „My Mindful
Flow“ helfen.
Das Buch besticht alleine
schon durch sein Aussehen. Ganz unabhängig von den eigentlichen
Aufgaben, gibt es auf jeder Seite kleine Grafiken. Neben der
Druckschrift stehen manche Sätze in Schreibschrift und zusammen
genommen, macht dies das Buch unheimlich lebendig.
Einfach sind die Aufgaben
nicht unbedingt. Man muss auf jeden Fall aktiv werden. Ob nun
wirklich körperlich, aufstehen, rausgehen, Blätter sammeln, Blüten
trocknen, Insekten suchen, sich bei Yogaübungen dem Körper bewusst
werden. Oder geistig, emotional aktiv werden.
Hier gibt es einfacherer
Aufgaben, wie…. und schwerer. Z.B. eine Zeitleiste Deines Lebens zu
zeichnen, mit den wichtigen Ereignissen.
Andere Aufgaben helfen
konkret bei der Bewältigung des Alltags, in dem sie zeigen, mit
welchen Sätzen man Termine und Bitten abwimmeln kann, die an einen
heran getragen werden.
Auch meditative Aufgaben
gibt es, die so leicht strukturiert sind, dass man sie auch gut
machen kann, wenn man in der Meditation ungeübt ist.
Mir hat besonders gut
gefallen, dass einige Aufgaben in 1-2 Sätzen auch
neurowissenschaftlich erklärt werden, aber auf so einfache Art, dass
jeder Laie es verstehen kann und falls man sich nicht dafür
interessiert, es weiter nicht von Belang ist.

Was auch sehr gut gemacht
ist, dass der äußere Buchrücken nicht am inneren Rücken angeklebt
ist. So kann man das Buch ganz aufdrücken, ohne dass es bricht oder
es hässliche Leserillen gibt.

 

Der Untertitel impliziert
ja, dass man jeden Tag eine Aufgabe machen soll. Das wird von der
Autorin selbst nicht erwähnt und mir persönlich wäre das auch zu
viel, da viele Aufgaben eben so intensiv sind. Aber lasst Euch davon
nicht abschrecken.
Fazit: 
Ein wunderschön gestaltetes
Buch, dass einem dabei hilft, sich und seine Umgebung besser kennen
zu lernen. Ein wahres Schatzbuch.
5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

andere Rezensionen:
Fluchtpunkt Lesen
Jo’s Bücherblog
Bücherzauber
Loading Likes...