Tag der Pressefreiheit

Tag der Pressefreiheit

3. Mai 2017 8 Von Petrissa
Seit 1994 wird jährlich am 03.05. auf die Verletzungen der Pressefreiheit aufmerksam gemacht und wie wichtig diese für die Demokratie ist. In den heutigen Zeiten wieder besonders wichtig. 

(c)reporter-ohne-grenzen.de

“Deutschland
hält sich unverändert auf Platz 16. Im vergangenen Jahr waren
Journalisten erneut erschreckend vielen tätlichen Angriffen, Drohungen
und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Immer wieder geraten
Medienschaffende ins Visier von Strafverfolgungsbehörden oder
Geheimdiensten. Bedenklich sind auch gesetzliche Regelungen wie die
Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, der neu geschaffene
Anti-Whistleblower-Paragraf gegen „Datenhehlerei“ und die neue
BND-Gesetzgebung.” (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2017/)

Wenn ich mir die Karte angucke, finde ich ja erschreckend, dass Frankreich und Großbritannien Gelb sind. Reporter ohne Grenzen schreiben, dass die Journalisten in beiden Ländern wiederholt verbal von Politikern angegriffen wurde. In Frankreich gingen bei Protesten gegen die Arbeitsmarktreform sogar Polizisten auf Journalisten los.
Polen hat, seit die Nationalkonservativen an der Macht sind, das Fernsehen unter Kontrolle gebracht und 220 Journalisten wurden entlassen oder versetzt. 
Auch in den Niederlanden, Kanada und Neuseeland, die zu den führenden Ländern gehörten, hat sich die Situation verschlechtert. (Kanada war letztes Jahr noch weiß eingefärbt.)
Norwegen, Schweden  und Finnland nehmen die ersten drei Plätze ein.
Dazu tragen etwa liberale Regelungen über den Zugang zu Behördeninformationen sowie der Schutz journalistischer Quellen bei.
Eritrea steht seit 10 Jahren erstmals nicht mehr auf dem letzten Platz (178). 2016 durften erstmals ein paar wenige Journalisten ins Land einreisen und berichten. 
Nordkorea (180) und Tukmenistan (179) bilden den Schluss. In beiden Ländern ist die Presse vollständig unter Kontrolle.  
Mehr über die einzelnen Länder erfahrt Ihr hier.

“Wer nicht unsere Meinung schreibt, der lügt.”
Stefan Locke

Das Wort gibt es seit Mitte des 19.Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.
Zuerst wurde es von konservativen Katholiken gegen die liberale Presse verwendet, die mit der bürgerlichen Revolution entstanden ist. Im 1.Weltkrieg fand das Wort recht häufig Verwendung. Damals wurde es von Deutschland und Österreich-Ungarn gegen jegliche ausländische Presse benutzt.
Im Nationalsozialismus, aber auch schon davor, wurde es von den Nazis als Schlagwort gegen ihre jüdischen Verschwörungstheorien benutzt. Zudem behaupteten sie, die Presse würde vom “Weltjudentum” gesteuert.

Hier gibt es interessante Statements von Journalisten.

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