Literarische Reise nach Südamerika

Literarische Reise nach Südamerika

15. September 2018 3 Von Petrissa

Link zu allen Teilnehmern, die sich nach Südamerika aufgemacht haben.

Ich habe irgendwie fast gar keine Bücher aus Südamerika. Ich denke bei Südamerika immer an den Regenwals und die Schwüle und Moskitos und dann juckt es mich schon.

Brasilien:

“Die sieben Schwestern” ist ein wirklich großartiger Start einer Reihe mit sieben Bänden. Was ich so sehr an den Büchern mag, dass Lucinda Riley die Vergangenheit lebendig macht. Es wird abwechselnd in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt und hier darf man dabei sein, wie die riesige Christus Figur in Rio geplant und gebaut wird. Ja, es fühlt sich wirklich so an, als ob man dabei ist. Kann ich nur empfehlen!


Das babylonische Wörterbuch” habe ich im Juni gelesen und es hat mir sehr gefallen! Es sind Kurzgeschichten, nicht alle spielen in Brasilien und der Autor lebte im 19. Jahrhundert.


Es ist schon sehr lange her, dass ich “Abenteuer Urwald” gelesen habe. Nehberg hat sich im Regenwald ohne Ausrüstung ausetzten lassen und hat sich zur Zivilisation durchgeschlagen. Damals hat es mir gut gefallen, aber an Details erinner ich mich nicht mehr.

Ecuador:

Der Quell der ewigen Jugend Die Einwohner von Vilcabamba in Ecuador werden über 120 Jahre, und selbst in diesem Alter brauchen sie keine Brille, haben noch ihre zweiten Zähne, ihre ursprüngliche Haarfarbe und ein beneidenswert aktives Sexualleben. Sie rauchen und trinken und nehmen Drogen, sie tanzen und singen und arbeiten – niemand in Vilcabamba denkt daran, sich mit hundert zur Ruhe zu setzen. Wenn die Menschen im heiligen Tal den Moment für gekommen halten, sich vom Leben zu verabschieden, verlassen sie das Dorf und kehren nicht zurück.”

– Ich habe das Buch im Frühsommer im Bücherschrank gefunden und bin schon sehr gespannt darauf.


Chile:

“Paula” habe ich auch vor vielen Jahren gelesen und es hat mich damals so beeindruckt, dass es immer noch in meinem Regal steht. Allendes Tochter Paula ist ins Koma gefallen und Allende erzählt ihr die Geschichte ihres Lebens. Allende ist mit dem chilenische Präsident Salvador Allende verwandt, der bei einem Militärputsch 1973 ums
Leben gekommen ist. Allende ging 1975 ins Exil nach Venezuela. Ich glaube, auch viele ihrer anderen Bücher spielen in Chile. “Das Geisterhaus” ist hochgelobt. Irgendwann muss ich es auf jeden Fall mal lesen, ebenso wie ich Paula nochmal lesen möchte.

Kolumbien:

“»Ich wuchs in einer marxistischen Kommune in Bogotá auf. Doch die Träume von der Revolution platzten, nicht zuletzt wegen amouröser Verstrickungen. Das Leben draußen auf der Straße lockte mit Salsa, Mädchen und kleineren Überfällen. Irgendwann wagten wir uns an größere Geschäfte. Aber die Drogenmafia kennt keine Gnade, und als immer mehr meiner Freunde getötet wurden oder verschwanden, mußte auch ich fliehen. Damit begann meine Wanderschaft durch Kolumbien, auf der ich philosophierenden Drogenhändlern, geschäftstüchtigen Marionettenspielern und freundlichen Mördern begegnet bin. Genausowenig wie ich die Frauen verstehe, die mir immer nur Unglück bringen, begreife ich, wie dieses Land funktioniert, wer auf welcher Seite steht und wo mein Platz ist.«

Dem magischen Realismus von García Márquez’ Hundert Jahre Einsamkeit setzt Sergio Álvarez mit 35 Tote einen kraftvollen Roman entgegen, der die jüngere Geschichte Kolumbiens genauso drastisch realistisch wie unterschwellig humorvoll erzählt.”

–> Das liegt noch auf meinem Sub.

Na, jetzt sind sogar sieben Bücher zusammen gekommen, statt wie ich dachte nur drei. Ich bin gespannt, was ich bei Euch entdecken werde.

Loading Likes...