Literaturfunk

Literaturfunk

15. Dezember 2017 3 Von Petrissa
Literaturtipps aus Rundfunk und Fernsehen
Literatur im Fernsehen
Sa, 16. Dezember
22:45    3sat    Precht: Angst vor dem Fremden? Richard David Precht im Gespräch mit Ilija Trojanow, Schriftsteller   
Überall in Europa feiern nationalistische Parteien Wahlerfolge. Ihr
Thema ist die angebliche “Überfremdung” der jeweiligen Gesellschaft.
Woher kommt die Angst vor dem Fremden? Von seinem Gast, dem
Schriftsteller Ilija Trojanow, möchte Richard David Precht wissen: Ist
die Angst vor dem Fremden legitim oder nur Ausdruck von Vorurteilen und
mangelndem Selbstwertgefühl?

So, 17. Dezember
21:02    tagesschau24    Heinrich Böll – Eine deutsche Erinnerung   
Das Porträt zeigt den Literaturnobelpreisträger bei der Entgegennahme
der höchsten Auszeichnung, die es für einen Schriftsteller gibt. Doch es
zeigt auch, wie der Literat, der in Stockholm geehrt wurde, zu Hause
umkämpft und umstritten war.
00:05    Das Erste    Druckfrisch. Neue Bücher mit Denis Scheck   
Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr 90.000 neue Bücher. Ganz
schön schwer, hier den Überblick zu behalten. “Druckfrisch”, das
Büchermagazin im Ersten, hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel.

Mo, 18. Dezember
22:55    WDR    Heinrich Böll zum 100. Geburtstag   
Am 21. Dezember würde Heinrich Böll 100 Jahre alt. Zu seinen Lebzeiten
war der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger von 1972 ungeheuer
präsent und bekannt, er stand mit seinem Engagement und seinen
Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Fragen in der Öffentlichkeit, und
seine Bücher wurden millionenfach gelesen, viele sogar als Schullektüre.
In der Dokumentation von Tina Srowig erinnern Bölls Sohn René, sein
Verleger Reinhold Neven DuMont und Freunde und Weggefährten an wichtige
Stationen, große Erfolge, turbulente Auseinandersetzungen und an sehr
menschliche, bewegende und amüsante Momente im Leben des
Schriftstellers.

Di, 19. Dezember
18:35    arte    Kulissen des Kultkinos: Auf den Spuren von Harry Potter   
Die Geschichte von Harry Potter beginnt in Edinburgh. Anfang 1994
besucht die damals noch unbekannte J. K. Rowling regelmäßig einen
Teesalon in der Altstadt. Hier schreibt sie den ersten Band einer
Fantasy-Saga, die zu einem Bestseller wird. Sie bringt viele Stunden
damit zu, Charaktere zu entwerfen, Zauberer, Landschaften und
fantastische Kreaturen zu beschreiben, die die Welt von Harry Potter
bevölkern. Für die Fans, die von überall her kommen, ist dieses Café der
Ausgangspunkt einer Harry-Potter-Pilgerreise.

Mi, 20. Dezember
20:15    arte    Pelle der Eroberer    DK, S 1987
Ende des 19. Jahrhunderts herrscht bittere Armut in Schweden. Wie viele
andere machen sich auch der alte Lasse und sein Sohn Pelle auf, um
anderswo ihr Glück zu finden. Ihre Ankunft in Dänemark ist
vielversprechend. Aber es kommt anders: Sie finden Unterkunft auf einem
Bauernhof, wo sie sich um das Vieh kümmern – und wie solches behandelt
werden. Die Welt, in die sie geraten sind, ist grau – wie der Nebel und
selbst die Mauern. Hier gibt es kein Glück, für niemanden. – Bille
August verfilmte den vierbändigen Roman von Martin Andersen Nexø, der
von 1906 bis 1910 entstand.



Literatur im Radio

Fr, 15. Dezember
22:04    kulturradio    Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll: Dr. Murkes gesammeltes Schweigen | Von Heinrich Böll
Alltag im Funkhaus. Dr. Murke, Redakteur der Abteilung Kulturelles
Wort, plagt sich mit einer wenig attraktiven Aufgabe: Den wortgewaltigen
Essayisten Prof. Bur-Malottke reut es, dass er in seinen
Nachkriegsvorträgen Gott so eindeutig beim Namen genannt hat – er zieht
nun eine unverbindlichere Wendung vor. Deshalb muss Murke das Wort
„Gott“ aus alten Sendebändern, die wiederholt werden sollen,
herausschneiden und dafür die Formel “Jenes höhere Wesen, das wir
verehren” einkleben. Das überflüssig gewordene Wort “Gott” findet prompt
in einem Hörspiel Verwendung, an Stellen, an denen ursprünglich
Schweigen vorgesehen war. Aber Schweigen ist nun mal im Rundfunk nicht
so gefragt.

Sa, 16. Dezember
21:05    ndr Info    Die Weiße Frau | Von Robert Hültner
Eigentlich ist Dienstgruppenleiter Raab nicht so leicht aus der Fassung
zu bringen. Als jedoch eine Brucker Bürgerin auf der Wache erscheint
und allen Ernstes beteuert, bei einer nächtlichen Fahrt durch ein
abgelegenes Waldstück ein Gespenst gesehen zu haben, hegt er Zweifel, ob
sein Gegenüber noch alle Tassen im Schrank hat. Wenige Tage später wird
die Nacht-Streife zu einem Unfall beordert, dessen Verursacher
stammelt, von einer plötzlich am Waldrand aufgetauchten Frau in weißem
Totenhemd zu Tode erschreckt worden zu sein.

So, 17. Dezember
18:30    Deutschlandfunk Kultur    Jane Eyre (1/3) | Von Charlotte Brontë
England in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Jane Eyre wächst als
mittellose Waise bei ihrem Onkel Mr. Reed auf, einem Landedelmann. Nach
dem Tod des Onkels schickt die hartherzige Tante Mrs. Reed das junge
Mädchen allein nach Lowood in ein tristes Stift. Jane fordert mehr von
ihrem Leben: Sie übersteht Hunger, religiöse Heuchelei und Typhus und
findet schließlich als Gouvernante Anstellung im Schloss von Mr.
Rochester – einem Mann mit vielen Rätseln.

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