Neu eingezogen… Teil 1

Neu eingezogen… Teil 1

14. Dezember 2017 2 Von Petrissa
Im November war in unsere Stadtbücherei Flohmarkt. 😄
Was das heißt, könnt Ihr Euch ja denken. 

Ich fang von unten an. 
Die Insel der Kanibalen: Stalins vergessener Gulag
“Ausgesetzt in Sibirien – Stalins grausames Experiment

Nicolas
Werth erzählt ein Kapitel der Geschichte des Stalinismus, das bislang
sowohl der Öffentlichkeit als auch der Forschung unbekannt war. Anfang
der 30er Jahre befahl Stalin die massenhaften Deportationen von so
genannten »sozial schädlichen Elementen« auf die Insel Nasino in
Sibirien. Am Rande der Zivilisation kam es zu Gewaltexzessen und zu
Fällen von Kannibalismus.

Frühsommer 1933. Während in
Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kommen, befiehlt Stalin
die »Säuberung der Städte«. Im Klartext bedeutete das die massenhafte
Deportation von – tatsächlichen und vermeintlichen – Regimegegnern der
Sowjetunion. Sie wurden vor allem aus den russischen Großstädten in die
unwirtlichen Regionen Sibiriens gebracht und dort ihrem Schicksal
überlassen. Nicolas Werth hat eine besonders grausame Episode dieser
»Säuberungswelle « erforscht und erzählt erstmals die Vorkommnisse auf
der »Insel der Kannibalen«.
Stalin ließ Tausende von Menschen auf
Nasino aussetzen – einer Insel inmitten eines sibirischen Flusses.
Moskau nahm bewusst in Kauf, dass viele Menschen dabei verhungerten. Es
kam zu Menschenjagden und einigen dutzend Fällen von Kannibalismus unter
den Deportierten. Nicolas Werth kann sich bei seiner Darstellung auf
bisher unbekannte Dokumente aus dem zentralen Archiv des russischen
Geheimdienstes stützen, das für Forscher in der Regel unzugänglich ist.
In diesem vergessenen Gulag, so kann Werth eindrucksvoll zeigen, führte
die stalinistische Utopie einer neuen Gesellschaft zum
vorzivilisatorischen Krieg aller gegen alle.”

Ich wollte schon lange mal was über Sibirin im Krieg lesen.
Wer klaut schon einen hässlichen Hund 
“Mona soll auf einen Hund namens BP aufpassen. BP ist eine Abkürzung für
Brad Pitt, aber wie kann man nur auf die Idee kommen, einen so
hässlichen Hund nach solch einem Schauspieler zu nennen … Jedenfalls
führt Mona ihn spazieren und bei dieser Gelegenheit trifft sie ihren
Freund Espen. Zusammen gehen sie in ein Süßwarengeschäft. BP muß draußen
warten, doch als die beiden wieder herauskommen, ist der Hund weg.
Bestimmt ist er entführt worden! Mona und Espen machen sich auf die
Suche, denn auch wenn BP hässlich ist, sein Herrchen liebt ihn und muss
ihn zurückbekommen. (Ab 10 Jahren.)”
Der Hund auf dem Cover ist so hässlich, ich musste es mitnehmen.:)
Von den Kriegen: Briefe an Freunde
“Als Auslandsreporterin reist Carolin Emcke seit Jahren, oft gegen den
— am Ende erfolglosen — Widerstand ihrer Chefs, immer wieder in die
Regionen der Welt, aus der die Meisten, die dort leben, wenn sie irgend
können, fliehen. Und weil das, was sie in den Krisen- und Kriegsgebieten
bei ihrer Arbeit erlebt, weit mehr ist, als das, was sie in ihren (im
Übrigen glänzenden!) Artikeln zur Sprache bringen kann, hat sie
irgendwann begonnen, Briefe zu schreiben. Briefe an Freunde.
Aus
diesen ursprünglich nicht für eine Veröffentlichung vorgesehenen
Briefen hat die Autorin ein beeindruckendes Buch gemacht. Ein Buch für
das man ihr danken muss! Es handelt, unter anderem, von der Möglichkeit
und der Unmöglichkeit eines menschenwürdigen Lebens — im Kosovo, dem
Libanon, Nicaragua, Rumänien, Kolumbien, Pakistan, Afghanistan und dem
Irak. Auch aus New York hat Emcke ihren Freunden geschrieben. Nicht
irgendwann, sondern ausgerechnet am 11. September 2001 war sie dort und
erfuhr aus einer E-Mail aus Deutschland, was gerade unweit von ihr
geschah…
Die Autorin gewährt Einblicke in ihr innerstes
Denken, sie schreibt über ihre Ängste und Zweifel, über die Menschen,
denen sie begegnet und die moralischen Dilemmata, in die man als
Journalist ihnen gegenüber bisweilen gerät. Oder über die Unmöglichkeit
als “embedded journalist” neutral zu bleiben, wo doch das eigene Leben
vom Erfolg oder Misserfolg der Soldaten abhängt, die man begleitet. Oder
sie schreibt, warum sie auch einmal nichts zu erzählen weiß: “Wir
glauben gern daran, dass es uns möglich ist, Gefahren zu entschärfen,
wenn wir ihnen einen Namen geben können. Rumpelstilzchen verliert seine
Macht, wenn wir erraten, wie es heißt. Doch manchmal tobt und wütet
Rumpelstilzchen, selbst wenn wir wissen, wie es heißt. Manchmal vermag
das Wort nicht zu bannen, und sein Ungenügen verstärkt nur die Trauer
über das Erlebte.””
Finde ich hochspannend.

 Alles zerfällt
“Chinua Achebes erschuf mit seinem Roman die literarische Stimme Afrikas.
In ›Alles zerfällt‹ erzählt er von den Konflikten eines archaisch
lebenden Dorfes, das mit Kolonialherren konfrontiert wird. Es geht um
Verrat und Rache, um Leidenschaften, die keine Ruhe finden, und
Sehnsüchte, die keine Zukunft haben. Okonkwo, der starke und jähzornige
Held, stößt sich an den strengen Stammesregeln und zerbricht an dem
Regime der britischen Herren aus Übersee.”
Eine tolle Ausgabe der Büchergilde. Alleine deswegen musste ich das Buch mitnehmen. 
Tag der Ankunft
“Zwei ganz verschiedene Familien, eine amerikanische und eine iranische,
lernen sich auf dem Flughafen in Baltimore kennen. Hätten sie nicht
beide ein koreanisches Kind adoptiert, sie wären sich wohl nie begegnet.
Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den ungleichen
Familien, die fast alle Mitglieder auf immer verändern wird. Ein
berührender Roman über Identität, Fremdheit, Heimat und die Fähigkeit
zur Toleranz.”
Darauf freu ich mich schon. 
Landliebe
“Ellie hat Geldprobleme und nur eine Chance, ihren Kopf aus der
finanziellen Schlinge zu ziehen: die Teilnahme an der TV-Show Landliebe.
Vier Wochen muss sie, begleitet von Kameras und in ein Dirndl
gequetscht, das bayerische Großstadtdummchen mimen. Das Weingut an der
Mosel, das als Drehort dient, ist zwar traumhaft schön, doch Winzer Tom
entpuppt sich als hinterwäldlerischer Sturkopf. Und er ist gar nicht
erfreut, Ellie als Landliebe-Partnerin aufnehmen zu müssen. Außerdem hat
Ellie weder mit Toms Augen gerechnet noch mit seinem Lächeln, das ein
Kribbeln in jeden Winkel ihres Körpers jagt …”
Ich lese ja keine Liebesbücher. Da das Buch erst im Mai rausgekommen ist, dachte ich, ich nehme es für Euch zum Verlosen mit. 
Die wilde Geschichte des Wassertrinkers
“Seine Frau will raus; seine Geliebte will ein Kind. Die Beschwerden, die
er sich bei seiner einstigen Babysitterin geholt hat, machen ihm das
Lieben zur Qual. Der Filmemacher, für den er arbeitet, will sein Leben
verfilmen: als Dokumentation eines Fehlschlags. Dies ist die Geschichte
des fluchbeladenen Fred Bogus Trumper, eines Schlawiners und
Schwindlers, eines Nichtstuers voller Charme und guter Vorsätze.”
John  Irving wollte ich eigentlich schon dieses Jahr lesen. 🙈
Ich hoffe dann mal auf nächstes Jahr.  
Fortsetzung folgt.  
🎄
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