neu eingezogen… Teil 3

neu eingezogen… Teil 3

11. Februar 2017 2 Von Petrissa

Weiter gehts! Letzte Runde für den Januar.

»Am Tore wurden wir angehalten. Ein Sergeant kam an den Postwagen und
fragte: ›Wer sind Sie? Woher kommen Sie? Werden Sie lange hierbleiben?‹«

… so wurde befragt, wer zur Goethezeit an die Tore von Berlin
kam. Das Gepäck wurde durchsucht, man bekam einen Passierschein – musste
aber, kaum im Gasthaus angekommen, schon die nächsten Kontrollbögen,
diesmal die der Polizei, ausfüllen.
Wer mit Bruno Preisendörfer
als Zeitreisender unterwegs ist, erlebt aber noch viel mehr: Er steht z.
B. am 7. 11. 1775 morgens um fünf in Weimar vor dem Haus eines
Kammergerichtspräsidenten namens von Kalb und sieht zu, wie Goethes
Kutsche über das Pflaster rollt. […]
Aber der Zeitreisende
lernt nicht nur den philosophischen Zeitgeist kennen, sondern erlebt
auch handfeste Abenteuer, übersteht mit dem jungen Eichendorff einen
Schiffsunfall auf der Oder, sieht aus E.T.A. Hoffmanns Eckfenster am
Gendarmenmarkt Berlin brennen, oder ist bei Georg Lichtenberg in
Göttingen, als der durchs Fernglas der Beerdigung von Gottfried August
Bürger zusieht. Vielleicht ist er auch bei der Zofe einer Gräfin, die
sich ohne fremde Hilfe nicht ankleiden kann, oder er schleicht in den
Anatomiesaal von Jena, wo die Selbstmörderinnen obduziert werden, die in
Weimar in die Ilm gegangen sind, stiehlt mit fronenden Bauern Korn oder
gerät als Knecht mit seinem Brotherrn aneinander.

Bruno Preisendörfer kam letzten Monat zu einer Lesung hier her. Er hat zwar sein neues Buch “Als unser Deutsch erfunden wurde – Reise in die Lutherzeit” vorgestellt, aber mich interessiert das hier mehr. Und ein Buch brauchte ich schließlich, um es signieren zu lassen. ^^
Herr Preisendörfer ist übrigens ein total sympathischer und humorvoller Mann.

Und da es sich gar nicht lohnt, ein Buch alleine zu bestellen^^, habe ich mir das hier mitbestellt. Hier schaut er in seine sorglose Kinderzeit vor dem 1. Weltkrieg zurück .
Das Buch ist leider echt so abgefrackt und dreckig, dass ich nicht weiß, ob ich es lesen mag.

Ein absolut großartiges Buch!! Und dass ich da irgendwie so langsam dran lese, hat nichts mit dem Buch zu tun, sondern dass ich andere Bücher in der Bücherei abgeben muss oder wegen der Rezensierfrist eher lesen muss. Und ich werde Euch von dem hier ganz sicher noch die Ohren voll quatschen. 🙂
Es geht hier darum, wie die Geographie der Länder die Politik bestimmt. Und es ist wahnsinn, wie vieles dadurch auf einmal verständlich wird. Ein kurzes Beispiel. Die chinesische Besetzung Tibets. Die wichtigsten und größten Flüsse Chinas entspringen alle im Gebirge Tibets. Würde China Tibet nicht besetzt halten, gingen sie das Riskiko ein, das Indien Tibet besetzt und China das Trinkwasser abstellt. Wenn wir Westler uns für Tibet stark machen, ärgert das die
Chinesen nicht aus Menschenrechtsgründen. Die Chinesen sehen das aus
geopolitischer Sicherheit und können dann nur folgern, dass wir
Westler versuchen, die chinesische Sicherheit zu unterminieren.

 Das Buch habe ich aus der Mangelwarenkiste gerettet. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht.
“Stell dir vor, du erwachst in einer perfekten Version deines Lebens. Greifst du zu und lebst diesen Traum bedingungslos weiter? Oder fragst du dich, wann deine Welt aus dem Gleichgewicht geriet und was mit deinem alten Leben geschehen ist?

Ja und da drei Bücher billiger sind als eines *lach* musste ich noch zwei mitnehmen.

Der Himmel im Osten war flüssiges Feuer.
Mai 1940: Während
die Deutschen Frankreich besetzen, bricht der Simplon Orient Express zu
seiner letzten Reise auf. Eine schicksalhafte Gesellschaft, jeder der
Gäste mit einem anderen Grund, diese Fahrt unter allen Umständen
anzutreten. Ebenfalls an Bord – Agenten aller kriegführenden Mächte. Was
niemand von ihnen ahnt: Im Zug befindet sich etwas, nach dem Hitler in
ganz Europa suchen lässt.
Die Fahrt steht von Anfang an unter einem
schlechten Stern. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten.
Schließlich bricht Feuer aus. Und während Europa in Dunkelheit versinkt,
rast der Express als lodernde Fackel durch die Nacht …

 »Ja, lesen konnte man selbst, wenn man wanderte«, behauptete einmal
Joseph Roth. Dieses Buch lädt ein, über das Wandern zu lesen, in all
seinen Facetten: als Naturerlebnis, als Pilgergang, aber auch als
Spaziergang oder Flanieren in der Stadt. »Wie tut ein wildes Wandern
wohl«, schwärmt Joachim Ringelnatz, dessen literarische Wandergesellen
in dieser Anthologie neben vielen anderen Robert Walser, H.D. Thoreau,
Max Frisch, Georges Simenon, Patrick Süskind, Bruce Chatwin, Doris
Dörrie und Urs Widmer heißen.

Mit dem hier nehme ich an einer Leserunde teil, die heute beginnt. Ich freu mich schon wahnsinnig!
Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der
Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf
Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn gekettet. Sein Leidensweg ins
bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet. Es
platzt die Verlobung und sein Traum von der ehrbaren Existenz. Er, der
ewige Pechvogel, bleibt ein Versager für die Bürger und für die Ganoven.
Erleichtert geht er zurück ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe – er ist zu Hause.

Das war es auch schon.^^ Vielleicht habe ich Euch ja auch auf das eine oder andere neugierig gemacht.

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