Rezension: Outlander – Feuer und Stein |Diana Gabaldon

Rezension: Outlander – Feuer und Stein |Diana Gabaldon

10. August 2019 5 Von Petrissa

Inhalt:

Schottland 1946: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt
und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf gleich eine Fremde, ein »Outlander«.

Meine Meinung:

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, wurde es mir von vielen als „bester historischer Roman“ empfohlen.

Aber ich fand es einfach nur furchtbar. Es ging um nichts anderes als um Sex, Sex und … ach ja, um Sex!

Aber der Reihe nach.

Claire

hat mich sehr aufgeregt. Sie hat im 2. Weltkrieg als Krankenschwester gearbeitet, so dass man denken könnte, sie würde ein bisschen Lebenserfahrung haben und kein naives Ding sein.

Doch genau das ist sie.

Sie wird in der Vergangenheit in einen schottischen Clan aufgenommen. Natürlich will sie zurück zum Steinkreis. Also entwickelt sie den Plan, ein Pferd zu klauen und die zwei Tagesmärsche zurück zu reiten. Als Frau. Alleine. 1743. Man muss nicht viel über diese Zeit wissen, um zu begreifen, dass das ganz sicher nicht geht.

Historisch:

Also ich weiß nicht was an dem Buch historisch sein soll, außer dass die Leute in Burgen wohnen und man Pferde statt Autos benutzt. Ja, da war ein Gekabbel zwischen Schotten und Engländern, aber darüber erfährt man so gut wie nichts.

Sex, Sex, Sex

Also das ganze war ja schon eher ein Softporno. Claire und Jamie machten nichts anderes. Fünf mal am Tag. Dabei wird die Sprache im Laufe des Buches immer derber. Sie schildert, wie geil doch sein „harter Schwanz“ ist.

Anspruchsvoll oder romantisch ist dabei gar nichts.

Sexuelle Gewalt

Wie die sexuelle Gewalt dargestellt wurde, hat mich am meisten gestört.

 

Sie wird fast vergewaltigt. Und nachdem sie gerade so davon gekommen ist, hat sie nichts besseres zu tun, als Sex mit Jamie zu haben?!? Die ganze Angst, die man als Frau in so einer Situation eigentlich hat, spielte gar keine Rolle.

 

In einer anderen Situation verirrt sie sich in der Burg und stößt auf einen Haufen betrunkener Männer. Die zwängen sie in die Enge, grabschen sie an. Auch hier wird sie gerettet und geht einfach so ihre Wege. Was so eine Situation emotional auslösen würde, bekommt nicht eine geschriebene Zeile im Buch!

 

Andere Situation, wieder eine Fast-Vergewaltigung. Und während sich der Typ an ihren Röcken zu schaffen macht, überkommt sie eine Welle von Lust und überlegt, ob sie nicht die Beine breit machen soll.

Tut mir leid, das finde ich absolut widerwärtig.

 

Es gibt noch mehr so Situationen, wo ihr sexuell Gewalt angetan wurde, es aber harmlos dargestellt wird oder sie gar plötzlich daran Gefallen findet.

Claire: “Bitte hör auf, du tust mir weh!”

Jamie: “Aye, flehe nur um Gnade, Sassenach. Aber du bekommst sie nicht”

Er benutzt sie die ganze Nacht und sie hat am nächsten Morgen überall blaue Flecken und kann kaum laufen. Das Schlimme, dass sie es irgendwann selber toll findet, gegen ihren Willen genommen zu werden und ihn auch gleich am nächsten Morgen wieder ran lässt.

Fazit:

Für mich ist es der Flop des Jahres. So einen Schund habe ich noch nie gelesen.

Ich habe nur durchgehalten, um die Punkte für die Challenge zu bekommen. Und die sind wirklich bitter verdient.

 

1 Stern

(Herzen kann ich hier nicht vergeben. Nicht mal einen.)

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