Rezension: Das neunte Haus | Leigh Bardugo

Rezension: Das neunte Haus | Leigh Bardugo

30. Oktober 2021 8 Von Petrissa

- Band 1 von 2 -

Inhalt:

Diese Geschichte spielt in New Haven, an der Universität von Yale.

In New Haven gibt es Kraftorte, an denen noch alte Magie fließt. Acht Studentenverbindungen nutzen diese Energie, um dunkle Magie zu wirken. So können sie zum Beispiel mit Blutmagie den Börsenkurs voraussagen. Keine Frage, dass dies nicht nur mächtige Magie ist, sondern dass auch die Mächtigen diese Verbindungen am Leben erhalten wollen.

Das neunte Haus ist dazu da, diese Macht zu reglementieren.

 

Alex kommt als Außenseiterin in das neunte Haus, da sie die Fähigkeit hat, auch ohne gefährliche Magie Geister zu sehen. Dies ist wichtig, da Geister von der Blutmagie angezogen werden und so das Gleichgewicht zwischen den Welten ins Wanken bringen können.

 

Als Alex Mentor Darlington spurlos verschwindet und kurz darauf ein totes Mädchen aufgefunden wird, spürt Alex, dass etwas vertuscht werden soll. Sie muss gefährliche Grenzen überschreiten, um die Verschwörung aufzudecken.

„Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist?“

„Natürlich ist es das nicht. Los, lass uns gehen.“

Meine Meinung:

Was für ein Buch! Für mich ist es auf jeden Fall ein Jahreshighlight.

 

Zum einen fand ich die magischen Elemente erfrischend neu. Angefangen von magischen Gegenständen, wie eine Uhr, die auf die Minute genau anzeigt, wo irgendwo auf der Welt gleich ein Krieg losbricht. Bis hin zu der mächtigen und gefährlichen Magie, von der ich nicht zu viel verraten will. Doch es sind dunkle Methoden, die hier benutzt werden.

 

Des Weiteren war ich erfreut, dass Leigh Bardugo auch hier Charaktere mit Ecken und Kanten erschafft und im Laufe der Geschichte aufzeigt, was die Figuren im Leben geprägt hat, dass sie so geworden sind. Das liebe ich sehr an ihren Büchern, den es gibt den Figuren und der Geschichte Tiefe und macht sie real.

 

Inhaltlich spielt die Geschichte auf mehreren Ebenen.

Da ist einmal die Fantasy-Geschichte. Ein magisches Setting, welches man so nicht aus anderen Büchern gewohnt ist. Ich selbst fand  die Geschichte der verschiedenen Häuser spannend, die nach und nach erzählt wurde. Mich hat es sehr neugierig gemacht, welche Magie die einzelnen Häuser anwenden und ich war gefesselt von der kreativen Auflösung Bardugos.

 

In Bezug zu dem Krimi wird der Leser in die nicht-magische und vertraute Welt mitgenommen. Turner, der leitende Polizist, weiß zwar um die Magie und um die Verbindungshäuser, doch es ist ihm ein Gräuel. Er will nichts mit Alex magischen Methoden zu tun haben.

„Wisst ihr, was meine Mutter gesagt hat?“, fragte Turner. „Sie sagte mir, es gibt keine Tür, die der Teufel nicht kennt. Er wartet immer darauf, den Fuß reinzustellen. Ich habe ihr nie wirklich geglaubt, bis heute Abend.“

Richtig gut gefallen hat mir der gesellschaftliche Aspekt. Der große Unterschied zwischen Arm und Reich und ich meine hier wirklich arm und wirklich reich.

Was für eine Chance haben Kinder, die in richtig armen und schwierigen Verhältnissen aufwachsen? Haben sie überhaupt eine Chance?

Und was ist, wenn den reichen Kids, die gewohnt sind, zu bekommen was sie wollen, mächtige Magie in die Hände fällt? Mir hat die Darstellung dieser Analyse sehr gut gefallen, auch wenn sie zum Teil wirklich heftig war. Aber so ist wohl das Leben.

Mich musst du nicht überzeugen. Du hast gesehen, was diese Leute tun können. Denkst du, die kümmert es, wenn sie einen kleinen Scheißfleck wie dich wegwischen? Denkst du, die zögern, dich, deine Freunde oder deine gesamte Nachbarschaft auszulöschen, wenn sie dadurch ein bisschen besser schlafen können?“

Fazit:

Düstere Magie, kriminologische Spurensuche und tiefgründige Charaktere verleihen dieser Geschichte Spannung pur. Einige Ausschnitte sind durchaus heftig. Dennoch hat mich die Stimmung nie völlig runtergedrückt.

Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

 

5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Wenn Ihr auf den Link klickt, kommt Ihr auf eine extra Seite mit Triggerhinweisen zu diesem Roman.

Das neunte Haus

Autorin: Leigh Bardugo

Verlag: Knaur (Februar. 2020)

ISBN: 978-3426227176

Seiten: 528


MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles”


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