Rezension: Das Spiel des Barden |Kevin Hearne

Rezension: Das Spiel des Barden |Kevin Hearne

4. Dezember 2019 1 Von Petrissa

Fintans Sage Band 1

Sechs Kennings sind in den Reichen des Kontinents Teldwen bekannt: magische Fähigkeiten, die Macht über die Elemente verleihen – für einen hohen Preis: Lebenszeit. Die Erzählungen des Barden Fintan führen bald zu einem Gerücht von einem siebten Kenning, das allen anderen überlegen sein soll. Auf der Suche danach fällt eine gigantische Armee bleicher Knochenriesen in die nördlichen Reiche Teldwens ein. Der Barde und seine Verbündeten geraten mitten in den alles verschlingenden Strudel eines Krieges, der ihre Welt zu vernichten droht – sollte es ihnen nicht gelingen, die letzten Geheimnisse der Kennings zu ergründen.
(Verlagsbeschreibung)

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt.

 

Alle Fäden laufen bei dem Barden Fintan zusammen. Er erzählt der Bevölkerung von Pelemyn vom Krieg, der in ihrer Welt herrscht. Nach und nach fügt er die Puzzelteile zusammen. Dabei benutzt er einen Trick und nimmt immer die Gestalt desjenigen an, dessen Geschichte er gerade erzählt.

 

Es gibt zwei große Konflikte auf dem Kontinent Teldwen.

 

Einmal sind riesige Knochenmenschen, die aus fremden Ländern kommen, unterwegs und zerstören alle Städte restlos.

Einer von ihnen kann gefangen genommen werden und ein Sprachgelehrte macht sich daran, dessen Sprache zu lernen. Sie versuchen heraus zu bekommen, was hinter den grausamen Überfällen steckt.

 

Dann gibt es Giganten,“ Feuergeborende“, die sich nach einem Vulkanausbruch auf fremden Land niederließen und auch nicht vor hatten von da wieder wegzugehen. Davon fühlten sich gleich mehrere andere Länder bedroht.

 

Die Magie, die in dieser Welt benutzt wird, ist das „Kenning“. Doch nicht jeder beherrscht es.

Die Kennings sind jeweils einem Land zugeordnet und ebenso einem Element.

Mag jedes Kennning auf den ersten Blick toll aus sehen – mit Tieren reden, sich durch die Luft tragen lassen, mit Pflanzen in Kontakt zu sein… – so kann man auch mit jedem Kenning einen anderen Menschen brutal töten.

Meine Meinung:

Das mit Fintan hat mich lange genervt. Man wird nicht nur aus der eigentlichen Geschichte gerissen, das Buch spielt dann auch ein Kapitel lang in der Gegenwart. Das wurde erst ab der Mitte besser, als die Geschichte um Fintan in der Gegenwart spannender wurde.

 

Gerade am Anfang sind die vielen Perspektiven schon sehr viel. Doch als ich erstmal reingekommen bin, war es ein wirklich spannendes Buch, bei dem ich viel Spaß hatte.

 

Die Idee mit den Kennnings ist toll. Auch die Idee dahinter, dass es auf den Mensch ankommt, ob man sie zu etwas Positiven einsetzt oder als Waffe.

 

Obwohl es hauptsächlich um Krieg geht, hält sich die Brutalität in Grenzen. Nun gegen Ende nimmt man durch die Erzählungen direkt an einer Schlacht teil.

 

Erstaunt hat mich, dass die Posttraumatische Belastungsstörung thematisiert wird. Natürlich unter einer anderen Begrifflichkeit. Es wird geschildert, wie Fintan und Dervan, der Fintan als Historiker begleitet und seine Geschichte notieren soll, beide an einer Posttraumatische Belastungsstörung durch den Krieg leiden und wie Achtsamkeit dagegen helfen kann. Das sind wissenschaftliche Erkenntnisse!

Fazit:

Ein sehr vielschichtiges Buch. Nicht nur die Figuren sind gut gezeichnet, es hat auch einige philosophische und psychologische Aspekte, die gut ausgearbeitet sind.

5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Das Spiel des Barden

Fintans-Sage Band 1 (von 2 ?)

Autor: Kevin Hearne

Übersetzer: Urban Hofstetter

Verlag: Knaur TB (April.19)

ISBN-10: 3426523299

Seiten: 816

Weitere Rezensionen:

 

5* Wortfieber

5* Büchernarr

 

 

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