Rezension: Die Leben der Heiligen |Leigh Bardugo

Rezension: Die Leben der Heiligen |Leigh Bardugo

11. September 2021 3 Von Petrissa

Inhalt:

Leigh Bardugo hat mit ihren Grisha-Versen eine wunderbare Welt erschaffen. Grishas sind vergleichbar mit Magiern. Sie haben die Macht, Elemente zu verändern und können so erstaunliche Dinge erschaffen.

Von der normalen Bevölkerung werden die Grishas gefürchtet und gleichzeitig werden manche als Heilige verehrt. Hier setzt das Buch „Die Leben der Heiligen“ an. In 28 Kurzgeschichten, meistens von 2-3 Seiten, wird von den Heiligen dieser Fantasy-Welt erzählt.

In den Romanen wird das Buch „Die Leben der Heiligen“ immer mal wieder erwähnt und manchmal sogar daraus zitiert. Die Grishas tröstet das Buch und ihr Glauben an die Heiligen oft.

Meine Meinung:

Ich hatte mir mehr erhofft und habe mich mit dem Buch schwer getan. Bardugo hat mit „Die Sprache der Dornen“ schon mal ein Buch mit Kurzgeschichten über die Grisha-Welt heraus gegeben, von dem ich völlig begeistert bin.

Die Geschichten in „Die Leben der Heiligen“ sind an sich auch nicht verkehrt, aber sie gehen fast immer schlecht aus. Die Heiligen geben alles, um das Dorf und die Menschen zu retten, werden zum Dank dann aber fast immer brutal umgebracht. Am schlimmsten fand ich die Geschichte, in der ein Mann aufgespießt und über dem Feuer geröstet wurde. Da verging mir doch der Lesespaß.

Generell konnte ich aufgrund dessen nicht mehr als 2.-3 Geschichten pro Tag lesen und war danach immer in deprimierter Stimmung.

 

Die Kurzgeschichten in „Die Sprache der Dornen“ sind zum Teil auch durchaus brutal. Doch hier hat Bardugo es wunderbar geschafft, dass ich mich dennoch wohl gefühlt habe.

Für „Die Leben der Heiligen“ hätte ich mir gewünscht, dass es weniger Geschichten wären, die dann aber mehr Inhalt haben. Ich hatte gedacht, wir erfahren Geschichten wie die, die Baghra über Ilya Morozova erzählt hat. (Ich glaube, das war im Band „Eisige Wellen“.)

 

Wenige Geschichten gibt es, in denen am Ende niemand stirbt und die mochte ich doch am Liebsten. Ebenso wie jene, wo man etwas über die Girsha-Welt erfährt. Zum Beispiel wie in Fjerda das Eisentribunal entstand oder wie es dazu kam, dass in Shu Han nur noch Frauen regieren.

Illustrationen:

Grafisch ist das Buch, wie schon bei „Die Sprache der Dornen“ wieder ein besonderes Schmuckstück. Das Cover erweckt den Eindruck, man hat ein ledergebundenes Buch vor sich und die „Vergoldung“ rundet die Illusion ab, dass dieses Buch aus der Bibliothek des kleinen Palastes stammt.

 

Zu jedem Heiligen gibt es eine Illustration.

Fazit:

Mir persönlich waren die meisten Arten, wie die Heiligen ermordet wurden zu brutal und einfach zu viel in der Anzahl. Für mich war nicht nachvollziehbar, warum die Grishas in den Romanen dieses Buch immer wieder als Trost empfunden haben.

Ich hatte mir erhofft, doch mehr von den Hintergründen dieser Welt zu erfahren. Das kam punktuell vor, aber mir persönlich war es zu wenig.

 

Grafisch ist es ein wundervolles Buch, dass die Grisha-Reihe abrundet.

 

3,5 ♥ ♥ ♥

Ich danke dem Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Die Leben der Heiligen

Autorin: Leigh Bardugo

Verlag: Knaur HC (01.09.21)

ISBN: 978-3426227657

Seiten: 144

Weitere Rezensionen:


4,5 Nicoles Bücherwelt

3,8 Roman Tipps


Reihenfolge

Grisha-Verse:

Goldene Flammen

Eisige Wellen

Lodernde Schwingen

Krähen-Dilogie:

Das Lied der Krähen

Das Gold der Krähen


Die Sprache der Dornen

(Illustrierte Märchen zu den Grisha-Versen)

King of Scars – Dilogie

Thron aus Gold und Asche

Thron aus Nacht und Silber

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