Rezension: Die Spur der Bücher | Kai Meyer

Rezension: Die Spur der Bücher | Kai Meyer

16. Januar 2019 2 Von Petrissa

„Die Spur der Bücher“ ist der Vorgänger zu „Die Seiten der Welt“.

Inhalt:

Die 19-jährige Mercy Amberdale lebt im viktorianischem London und verdient sich ihr Geld damit, wertvolle Bücher aus (privaten) Bibliotheken, im Auftrag von reichen Sammlern, zu stehlen.

 

Als ein Buchhändler in seinem Laden verbrennt, ohne dass auch nur ein Buch Schaden nimmt, holt Mercys Vergangenheit sie ein.

 

Sie wird tief in Intrigen und alte Geheimnisse hinein gezogen.

Meine Meinung:

Es hat mich leider nicht so gepackt wie „Die Seiten der Welt“.

Für sich genommen ist es aber ein großartiger Krimi.

 

Das Setting im viktorianischem London ist einfach wundervoll beschrieben. Ich konnte mich total gut hinein versetzen und die Schauplätze standen mir alle lebendig vor Augen. Der Cecil Court, die Straße mit den ganzen Buchläden, in denen Mercy aufgewachsen ist. Das Armenviertel, in denen Mercys Freunde Phileander und Tempest lebten. Das Haus des Literaturkritikers Edward Thorndyke, der in seinem Keller einen Schatz an bibliomantischen Gegenständen hat.

 

Auch tauchten neue bibliomantische Wunderwerke auf. Der Besserwisser, der alles weiß, was in Büchern geschrieben steht. Und ein Vergrößerungsglas, mit dem man….. nun, das verrate ich nicht.

 

Würde ich „Die Seiten der Welt“ nicht kennen, hätte das Buch mich sicher umgehauen.

„Die Seiten der Welt“ ist quasi mein Seelenbuch und es ist sicher unfair, ein anderes Buch damit zu vergleichen.

Mir war es einfach ein bisschen zu wenig Bibliomatik. Der Schwerpunkt lag eindeutig auf einem Krimi und als solches war das Buch herausragend.

Viele Verdächtige und den meisten will man eigentlich nur vertrauen. Dabei tauchen einige große Überraschungen auf.

Die Gefühle und Gedanken von Mercy und ihren Freunden finde ich sehr gut nachfühlbar.

 

Die Bibliomantik bekommt gegen Ende einen größeren Stellenwert und ab da hat es mich auch wieder voll gepackt.

„Der Cranbourn, der geheimnisvollste der geheimen Londoner Flüsse, existierte tatsächlich. Unter Bibliomanten hielt sich das Gerücht, dass der Cranbourn ein Zweig des Anonymus war, jenes Stroms, der sich durch die Seiten der Welt und jedes Buch zog, in dem ein Fluss erwähnt wurde.“

„Die Spur der Bücher“ und „Der Pakt der Bücher“ sind in sich abgeschlossen und man kann es daher unabhängig von „Die Seiten der Welt“ lesen. Allerdings wird einiges nicht erklärt, was man schon durch „Die Seiten der Welt“ weiß. Daher ist meine Empfehlung, sie der Reihe nach zu lesen.

Fazit:

Ein Muss für alle, die Bücher lieben, für Krimi-Begeisterte, für Fantasy-Anhänger und jene, die gute Geschichten zu schätzen wissen.

4, 5 ♥

Vorgeschichte:

Die Seiten der Welt

Nachtland

Blutbuch

 

Die Spur der Bücher

Der Pakt der Bücher


Die Spur der Bücher

Autor: Kai Meyer

Verlag: FJB (08.’17)

ISBN-10: 3841440053

Seiten: 448


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