Rezension: Geheimnis in Rot|Mavis Doriel Hay

Rezension: Geheimnis in Rot|Mavis Doriel Hay

9. Januar 2022 0 Von Petrissa

Inhalt:

Tante Mildred hat es schon immer geahnt: Die Verwandtschaft an Weihnachten zu versammeln ist keine gute Idee. Als der Familienpatriarch mit einer Kugel im Kopf gefunden wird, entbrennt an der festlichen Tafel ein Streit um sein Erbe. Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken.(Klappentext)

Vorweg: Mavis D. Hay lebte von 1894 bis 1979. Die englische Originalausgabe erschien erstmals 1936.

 

Meine Meinung:

Der Klappentext liest sich ganz witzig, dachte ich. Doch der Krimi ist keineswegs humorvoll.

 

Zur Geschichte: Sir Osmond Melbury ist ein reicher Mann und seine fünf Kinder sind mehr oder weniger alle ziemlich scharf auf sein Geld. Doch niemand weiß was über sein Testament und alle haben Angst, er könnte das Geld seiner attraktiven Sekretärin vermachen.

Zum Fest sind alle eingeladen. Die fünf Kinder mit Familie, seine Schwester „Tante Mildred“, die Sekretärin und zwei Verehrer der jüngsten Tochter.

 

Der eine Verehrer muss der Weihnachtsmann spielen und findet Sir Osmond schließlich tot in seinem Arbeitszimmer. Alles deutet darauf hin, dass er Sir Osmond erschossen hat. Nur ist er der einzige ohne Motiv.

 

Die ersten fünf Kapitel werden jeweils von einer anderen Person im Form einer schriftlichen Aufzeichnung erzählt, die restlichen Kapitel werden vom Colonel, dem Ermittler, erzählt.

Man merkt der Geschichte extrem an, dass sie 1936 geschrieben wurde. Die Geschlechterklischees sind ausgesprochen ausgeprägt, ebenso wie das Standesdünkel. Und der Gedanke daran, dass es eine Frau geschrieben hat, macht das ganze noch schmerzhafter.

Es tut mir wirklich leid, weil ich nicht so über Frauen denken will, aber das einzige, was mir bei den Frauen im Buch in den Sinn kam, war: „Diese dummen Weiber! Das ist ja nicht auszuhalten! Welcher Mann will denn so eine Frau heiraten!?“

Die ganze Zeit waren sie hysterisch, am Schnattern oder Keifen oder beides zusammen.

 

Auch ansonsten fand ich, dass sich die Geschichte eher gezogen hat, als dass es spannend war.

 

Für mich war das Buch definitiv nichts.

 

Lobend erwähnen will ich allerdings dieses wunderbare Cover aus Leinen! Haptisch ein tolles Gefühl.

2 ♥ ♥

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