[Rezension] Goodbye Zucker

[Rezension] Goodbye Zucker

23. Oktober 2017 10 Von Petrissa

Goodbye Zucker – für immer
Mit 148 neuen zuckerfreien Rezepten und 4-Woche-Wellness-Programm
Autorin: Sarah Wilson
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
ISBN-10: 3442176484
Seiten: 240

Inhalt: 
Es fängt damit an, dass die Autorin erzählt, wie sie selbst dazu kam, sich ohne Zucker zu ernähren, wie sie das ganze angeht. Die wichtigsten Punkte zu Zucker, Fette, Proteine und Kokosöl. Ein Kapitel zu “Schluss mit Diäten” und Sport. 
Danach folgen 148 scheinbar zuckerfreie Rezepte.
Frühstücksideen, Essen zum Mitnehmen, Klassiker wie Hamburger, Fish&Chips, Blumenkohlpizza. Eintöpfe, Schlemmereien, Essen für Kinder, ein Schokoladenkapitel, Resteessen und ein Kapitel über Saucen und Dressing. 
Abschließend das Vier-Woche-Wellnessprogramm.
Dazu gibt es Menüpläne und Tipps. 
Meine Meinung: 
Am Anfang macht es einen richtig guten Eindruck. Grafisch gesehen ist das Buch eine Wucht.
Die Autorin wirkt sympathisch. Erzählt gleich mal, dass sie es nicht so 100% genau nimmt. Das fand ich gut. Wer braucht schon einen Apostel, der den Finger schwingt. Doch als ich weiter gelesen haben, merke ich: Sie nimmt es nicht so genau.
Sie ersetzt den Haushaltszucker durch Süßungsmittel! Stevia, Reissirup, selbst Dextrose ist in Maßen erlaubt. 
Das habe ich bei dem Titel doch wirklich anders erwartet. 
Ich habe schon immer wieder phasenweise ohne (jeglichen) Zucker gelebt und kenne es, dass man Kuchen oder dergleichen mit Obst süßt. Das hier habe ich nicht erwartet. 
Sie belegt leider nichts wissenschaftlich, gibt aber so viele Tipps, dass es mir fast wie ein populärwissenschaftliches Diätbuch vorkommt, auch wenn sie das auf keinem Fall sein will. Sie betont am Anfang zwar, dass sie keine Wissenschaftlerin ist, aber wenn man Menschen so viel rät wie sie, sollte das schon fachlich belegt und begründet sein.
Von reinem Fasten hält sie nichts, dafür sollen wir uns doch aller aber am besten möglichst glutenfrei ernähren. Von veganer Ernährung hält sie auch nichts. Ist klar, wenn sie empfiehlt, mit Schweinefett zu braten. 
Und was macht das Kapitel über Sport im Buch, wenn es doch nicht ums Abnehmen gehen soll? 
Die Gerichte sind leider auch nicht so meins. 
Sardinen-Frühstückstopf, Karotten-Haferflockenpudding, Rote-Bete-Cupcakes. 
Wenn es nicht gerade eine Suppe oder ein Salat sein soll, gibt es auch keine richtige vegetarische Hauptmahlzeit.
Dazu sind die Rezepte wirklich aufwendig. Man muss schon einige Dinge einkaufen, die nicht unbedingt billig sind.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die Schrift wirklich sehr klein ist. Gerade am Anfang bei ihren Erzählungen, viel es mir unglaublich schwer, es zu lesen – und ich bin minimal Weitsichtig. Abends im Bett, nur mit Nachttischlampe, konnte ich gar nicht lesen.

Echt schade.
Von mir gibt 2,5 ♥.

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