Rezension: King of Scars |Leigh Bardugo

Rezension: King of Scars |Leigh Bardugo

9. November 2019 9 Von Petrissa

Thron aus Gold und Asche (1)

Die Welt der Grisha ist zurück!

 

Wir befinden uns in Ravka und erleben einige der Folgen des großen Bürgerkrieges (→ Die Grisha-Verse).

 

Seit der Krieg beendet ist und „der Dunkle“ besiegt wurde, spürt Zar Nikolai eine dunkle Macht in sich, die immer wieder die Kontrolle über ihn übernimmt. Nur seine engsten Vertrauten wissen Bescheid und versuchen ihn zu schützen.

 

Leider sind die Grenzen zu den anderen Ländern um Ravka herum nicht sicher und Nikolai kann sich keine Schwäche erlauben.

So beschließt er, ein hohes Risiko einzugehen, um diese Dunkelheit in ihm loszuwerden. Doch wie hoch dieses Risiko wirklich ist, ahnt er und seine Vertrauten nicht im Ansatz.

 

Des weiteren ist Nina, die wir aus „Das Lied der Krähen“ kennen, mit zwei anderen Gishas in Fjerda, dem Land neben Ravka, das die Gishas hasst und versucht, sie zu eliminieren. Nina und ihre beiden Begleiter versuchen Grishas aufzuspüren und sie nach Ravka zu bringen.

Dabei entdecken sie, dass Grisha-Mädchen und -Frauen spurlos verschwinden.

Meine Meinung:

Mein erstes Gefühl war ein „nach Hause kommen“. So, so schön, wieder in der Welt der Grishas zu sein, Nina zu begegnen und der Magie der Grishas.

 

Doch meine Freude hielt leider nicht lange an.

 

Man muss ganz klar die „Grisha-Verse“ vorher gelesen haben. In ganz vielen Rezensionen habe ich gelesen: Wäre vielleicht ganz gut sie vorher zu lesen, aber es ist kein Muss. Doch, es ist ein Muss. Jedenfalls, wenn man nicht die komplette Trilogie gespoilert haben möchte. Sicher, verstehen kann man den vorliegenden Band schon „irgendwie“ ohne die Trilogie gelesen zu haben. Auch wenn nicht alles glasklar war, konnte ich mir das meiste schon zusammen reimen. Aber im Prinzip muss ich nun die Grisha-Verse nicht mehr lesen, weil besonders auch das Ende des Krieges explizit erzählt (gespoilert) wurde. Das hat mich wirklich sehr gefrustet. Auch weil es für mich im Vorfeld nicht ersichtlich war, dass die Grisha-Verse Voraussetzungen sind.

 

Dann gab es auch Handlungen, da musste ich in der Buchcommunity nachfragen, weil ich es nicht verstanden habe. So gibt es ein Ödland, über das Schiffe fahren. Sandschiffe sozusagen. Nur da mir noch nie Sandschiffe begegnet sind, war mir nicht klar, ob ich mit dem Ödland etwas falsch verstanden habe.

 

Die Dilogie „Das Lied der Krähen“ ist Voraussetzung, um das Buch zu verstehen. Sonst weiß man nicht, was Nina macht und was es mit ihren Fähigkeiten auf sich hat.

 

Leider hat es mir auch sehr an Spannung gefehlt.

Immer wenn die Erzählperspektive zu Nina wechselte, gewann die Geschichte für mich an Fahrt. Ebenso wie auf den letzten 60 Seiten. Da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

 

Kennt man die „Grisha-Verse“, liest sich das Buch sicher flüssiger. So bin ich halt immer wieder über Feinheiten gestolpert, die mir nichts sagten und mich so aus dem Lesefluss heraus brachten.

 

Die Protagonisten mochte ich allesamt, auch wenn Nina mir durch „Das Lied der Krähen“ wesentlich näher war.

 

Was ich an Bardugo unglaublich schätze und was sich auch hier wieder finden lässt, dass sie einen auch die dunklen Seiten einer Figur nahe bringt. Das, was eine Figur unsympathisch macht. Diese Anteile haben wir schließlich alle und es gibt Gründe, warum wir so Eigenschaften entwickelt haben. Bardugo lässt uns das verstehen.

King of Scars: Thron aus Gold und Asche, Band 1, Leigh Bardugo

Fazit:

Es war wunderschön, wieder in der Welt der Grishas zu sein. Aber das Buch reicht leider nicht an die Dilogie oder den Erzählband von Bardugo.

Und das mit den vielen Spoilern hat mich natürlich sehr gefrustet. Es war einfach total schade.

 

Es tut mir im Herzen weh, aber ich kann nicht mehr als 3,5 Sterne vergeben.

Ich danke dem Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

King of Scars

Thron aus Gold und Asche (1)

Autorin: Leigh Bardugo

Übersetzerin: Michelle Gyo

Verlag: Knaur (August.’19)

ISBN-10: 3426227002

Seiten: 512

 

Weitere Rezensionen:

5* Roman Tipps

4* Lesezauber

4* Mein Schreibtagebuch

8 von 10* Im Buchwinkel

 

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