Rezension: Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Rezension: Rote Kreuze von Sasha Filipenko

22. Mai 2022 0 Von Petrissa

Inhalt:

Tatjana ist über 90 Jahre alt und wird bald dement sein. Weil Gott Angst hat, von ihr zur Rechenschaft gezogen zu werden, sagt sie. Und Gott hätte allen Grund, davor Angst zu haben.

Tatjana erzählt ihrem neuen Nachbarn Alexander ihre Lebensgeschichte unter Stalins Herrschaft.

 

Auch Alexander hat gerade einen sehr schweren Schicksalsschlag hinter sich und gar keine Lust, Tatjana zuzuhören. Doch Tatjana Geschichte kann sich auch Alexander nicht entziehen.

Meine Meinung:

Es ist schon länger her, dass mich ein Buch so sehr berührt hat.

 

Ich weiß, dass Stalin ein sehr brutaler Diktator war, der ohne Skrupel gegen sein eigenes Volk vorging. In der Zeit des „Großen Terrors“ (1937/38) ließ er in 14 Monaten 20.000 Menschen erschießen. Er führte eine politische „Säuberung“ durch und ließ jeden vermeintlichen Gegner umbringen oder ins Lager werfen.

 

So erfahren wir hier, dass die Sowjetunion selbst ihre eigenen Soldaten im 2. Weltkrieg als Feind sah, wenn sie in Kriegsgefangenschaft geraten sind. Denn vor der Festnahme könnten sie sich ja selber eine Kugel in den Kopf jagen.

 

Ich will gar nicht viel von Tatjanas Geschichte erzählen. Baut die Spannung des Buches doch darauf auf, dass man nach und nach weitere Aspekte erfährt.

 

Und was für ein Ende!

Eine Empfehlung von Herzen.

5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Rote Kreuze

Autor: Sasha Filipenko

Sprecher: Robert Stadlober

Verlag: Diogenes (Feb. ’20)

ISBN: ‎ 3257071248 / ASIN: B088F15DQX

Seiten: 288 / Zeit: 4 Std 59 Minuten


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