Rezension: Roxy – Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz |Shusterman

Rezension: Roxy – Ein kurzer Rausch, ein langer Schmerz |Shusterman

25. April 2022 2 Von Petrissa

Inhalt:

Isaac und Ivy sind Geschwister und grundverschieden. Isaac ist der Vernünftige, der mit den guten Noten, der, der Ivy immer rettet. Ivy ist die Enttäuschung ihrer Eltern, die, mit den schlechten Freunden und den schlechten Noten.

Als Isaac Ivy mal wieder von einer Party holt, gerät er in eine Schlägerei und verletzt sich dabei am Knöchel. Als Baseball-Spieler eine Katastrophe.

Isaacs Oma gibt ihm eine von ihren Schmerzmitteln. Oxycodon – ein Opiate.

Gleichzeitig nimmt Ivy sich vor, endlich vernünftig zu werden. Denn sie will auf keinen Fall die Klasse wiederholen müssen und dann in einer Stufe mit ihrem Bruder sein. Aber das schafft sie nur mit Addreall, ein Medikament gegen ADHS.

 

Die Drogen werden als Personen dargestellt, die aber nur von denen gesehen werden können, die sie nehmen. Roxy ist Oxycodon und Addison ist Addreall.

Roxy, Addison und alle anderen (personifizierten) Drogen feiern eine immerwährende Party. Das Ziel jeder Droge ist es , den Menschen dorthin mitzunehmen.

Meine Meinung:

Eine sehr kreative und moderne Umsetzung von „Christane F. – Wir Kinder vom Bahnhofszoo“.

Was wäre, wenn Drogen ein eigenes Bewusstsein, eigene Ziele, eine eigene Identität hätten? Dieser Idee gehen Neal und Jerrod Shusterman nach. Wenn man sich die Wirkung einer Droge vorstellt, kann man schon ahnen, dass Alkohol eine andere Identität hätte als Kokain, was Menschen oft zu Höchstleistungen bringt.

 

Es ist ein bewegender und intensiver Roman. Manchmal war es mir sogar etwas zu intensiv.

 

Nicht so hundertprozentig überzeugt hat mich, wie schnell Isaac vom Oxycodon anhängig wurde.

Ich habe selbst mal Opiate bekommen und ja, ich konnte damals nachvollziehen, warum Menschen davon abhängig werden. Ich habe mich wie auf Wolken gefühlt.

Aber das wurde für mich in der Geschichte nicht so transportiert. Ich habe auch nicht verstanden, warum Isaac nicht zum Arzt ging, obwohl er doch sonst der Vernünftige war.

 

Die Geschichte zwischen Ivy und Addison dagegen, empfand ich als realistischer und nachvollziehbarer.

 

Auf jeden Fall ist das Buch hochspannend. Verschiedene Aspekte von Drogen werden angeschnitten, wie z.B. der Entzug.

4 ♥ ♥ ♥ ♥

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