Rezension: Silberdrache |Angie Sage

Rezension: Silberdrache |Angie Sage

9. August 2019 12 Von Petrissa

Inhalt:

Die Geschichte „Silberdrache“ von Angie Sage spielt in zwei Welten und diese beiden Welten sind durch die Legende der Drachen verbunden.

 

Sirin lebt in unsere Welt. Ihre Mutter ist totkrank und Sirin kommt zu Pflegeeltern. Sie ist sehr verzweifelt und das einzige was sie aufrecht hält, sind die Geschichten um die Drachen, welche ihre Mutter ihr immer erzählt hat. Angeblich soll es in unsere Welt früher Drachen gegeben haben, woran Sirin fest glaubt.

 

Joss und seine Schwester Allie leben in der anderen Welt. Sie hat den Charakter vom Mittelalter, wenn auch nicht durchgehend.

Hier leben Drachen, doch nicht alle davon sind friedlich. Die Familie Lennix mit ihren vier Kindern verkörpert das Böse. Sie stehlen mit ihren Drachen fremde Dracheneier und ziehen diese jungen Drachen zu Raptoren heran. Raptoren sind bösartige Drachen, die sich von Menschen ernähren. Doch in dieser Welt gibt es kaum noch Menschen. Daher will Demara Lennix, eine ehrgeizige und böse Frau, ein silbernes Drachenei. Denn ein silberner Drache soll der Legende nach beide Welten verbinden können.

Als Joss ein silbernes Drachenei in die Hände fällt, gerät er in den Fokus von Demara Lennix.

Reflexion

Die Geschichte ist in ihrer Darstellung einfach.

Es gibt einige Ungereimtheiten. Z.B. warum die Raptoren nicht selber schwanger werde und Drachenbabys bekommen, an statt sie zu rauben. Man erfährt auch nichts über die Erziehung der Raptoren und weiß so nicht, warum sie so viel stärker sind, als die normalen Drachen, die in dieser Welt leben.

An manchen Stellen passieren Dinge, die gleichzeitig geschehen müssten, hintereinander. Zum Beispiel gibt es einen Kampf. Da wird dann das Erleben von Drache A geschildert. Für Drache B hält dagegen scheinbar die Zeit an. Denn obwohl er mit dabei ist, spielt er keine Rolle. Als würde er die ganze Zeit neben Drache A umherfliegen und nicht in den Kampf eingreifen. Erst als Drache A seinen Szene beendet hat, taucht wieder Drache B auf.

 

Von den Charakteren her hat Joss mich manchmal in seiner Naivität sehr genervt. Er ist ungefähr 11 Jahre, verhält sich manchmal aber wie 8 Jahre.

Allie mochte ich sehr. Sie war authentisch.

Sirin spielt kaum eine Rolle. Es ist klar, dass sie nur erwähnt werden muss, weil irgendwann die Fäden zusammen laufen. Das war ein bisschen schade.

 

Trotz all dieser Kritik habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

Lysander, der silberne Drache, ist einfach eine richtig coole Socke. Er hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Gewalt

In vielen anderen Rezensionen wird die Gewalt bemängelt. Das hat mich ehrlich überrascht. Denn sonst bin ich immer die, die solche Punkte bemängelt, während andere sagen, es sei nicht so schlimm.

Ich habe jetzt wirklich lange darüber nachgedacht und muss diesen kritischen Stimmen zum Teil recht geben. Zum Teil, weil ich denke, dass die meisten Kinder das schon aushalten können. Aber bei sensiblen Kindern sollte man vorsichtig sein.

 

Um zwei Beispiele zu nennen:

Kinder werden auf der Burg von der Familie Lennix als Sklaven gehalten. Die Kinder müssen sich um die Fütterung und Pflege der Drachen kümmern. Von der Atmosphäre her erinnert es etwas an Oliver Twist.

Einem Mädchen wird bei der Fütterung der Finger abgebissen.

Das wird nicht als Szene dargestellt, sondern man schlussfolgert es durch den Verband an der Hand des Kindes, nachdem es bei dem gefährlichsten Drachen zur Fütterung eingeteilt war. Das war schon eine Stelle, bei der ich dachte: Für was war das jetzt nötig?

 

Des weiteren hat Familie Lennix zwei Töchter, Zwillinge. Tamra und Mirra. Besonders Tamra quält andere Kinder sehr gerne und haut ihn auch mal den Kopf gegen die Wand. Sie ist noch brutaler als ihre Mutter.

Das waren Situationen, in denen ich mich auch immer fragte, warum das jetzt sein muss.

Das Ende:

Am Ende kommt es zu zwei wichtigen Szenarien. Szene 1 fand ich nicht wirklich authentisch, aber noch im Rahmen dessen, was man hinnehmen kann. Szene 2 allerdings fand ich völlig aus der Luft gegriffen.

Fazit:

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und es war flüssig zu lesen. Die vielen Kritikpunkte sind mir in ihrer Ganzheit erst bei dieser Reflexion bewusst geworden.

Es fällt mir schwer, das Buch nun gerecht zu bewerten. Gehe ich nach den ganzen Kritikpunkten, können es nicht mehr als  3,5 ♥ ♥ ♥ sein. Gehe ich nach meinem Gefühl beim Lesen, sind es auf jeden Fall 4 ♥ ♥ ♥ ♥.

Ich danke Vorablesen und dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

Das Buch erscheint am 23. August. 2019

Silberdrache

Band 1 von ?

Autorin: Angie Sage

Verlag: arsEdition (08.2019)

ISBN-10: 3845833971

Seiten: 320

Alter: 11 – 13 Jahre

Weitere Rezensionen:


5* LeseWelle

3* Kerstins Bücherecke

2* ceciliasophie


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