Rezension: Snöfrid aus dem Wiesental (1) | A.Schmachtl

Rezension: Snöfrid aus dem Wiesental (1) | A.Schmachtl

4. Juni 2017 4 Von Petrissa

Inhalt:

Snöfrid lebte am Eingang des Wiesentals in einer kleinen Höhle und hat es gerne ruhig. Doch als er eines Tages beim Holzsammeln ein Feenmännlein rettet, ist es bald aus mit seiner Ruhe. Den das Feenmännlein hat erkannt, dass Snöfrid genau DER Richtige ist. Daher steht er wenige
Tage später mit seinen Freunden vor Snöfrids Tür. Er soll die Prinzessin retten, die verschleppt wurde.  
 
Es muss gesagt werden, es gibt nicht nur “den” Snöfrid, sondern auch “einen” Snöfrid. Eine seltene Art. Und alle scheinen zu denken, dass er besondere Fähigkeiten hat. Alle, bis auf Snöfrid selber.  
 
Obwohl er nicht wirklich will, macht er sich auf den Weg, um die Prinzessin zu retten. Er ist Gefahren ausgesetzt, findet Freunde und tatsächlich auch eigene Fähigkeiten, von denen er nichts wusste.  
 

Meine Meinung:

Ich fand das Buch total witzig. Gut, die Geschichte mit der Prinzessin ist nun nicht sonderlich herausragend, nichts Neues.  
Aber zum einen musste ich immer wieder über die Bilder des muffeligen Snöfrids lachen, zum anderen über die Erzähl-Art des Autors schmunzeln.


“Erwähnte ich, dass Snöfrid darin [im Klettern] nicht besonders gut war? Nun, er war es nicht. Nur blieb im dummerdings nichts anderes übrig. So gelangte er schniefend, schnaufend und vor sich hinschimpfend Höhenmeter um Höhenmeter voran.” 


Oder als er seinen zukünftigen Reisegefährten trifft:


“Die beiden blinzelten einander an. Sie waren natürlich ganz unterschiedlich. Einer klein, der andere kleiner. Einer hell, der andere noch ein bisschen heller. Einer fusselig, der andere eher

plüschig und so weiter. Und trotzdem, und trotzdem… waren die zwei einander nicht ganz

und gar unähnlich. “Hm”, sagte Snöfrid. In diesem Falle müsst ihr euch bitte selber denken, was er damit sagen wollte.”


Denn die meiste Zeit sagte Snöfrid nur “Hm” und was er damit sagen will, erklärt der Autor. Wie als der König sich am Ende bei Snöfrid bedankte und sagte, dass es unbezahlbar ist, was Snöfrid geleistet hat. “Hm, dachte Snöfrid sehr leise. Womit er vermutlich meinte: Das käme auf einen Versuch an.  Der König fuhr fort:”Dennoch sollst du selbstverständlich eine Belohnung haben.” Hm, dachte Snöfrid erneut. Was bedeutete: Na bitte. Geht doch.” 


Pädagogisch gesehen gibt es meiner Ansicht nach zwei Schwerpunkte.  

Einmal, dass man wirklich schlimme Fehler begehen kann (wie die Prinzessin zu entführen), aber wenn man seine Fehler einsieht und sich entschuldigt, einem auch verziehen werden kann. Und manchmal kann man vielleicht auch nicht absehen, was der Unfug, den man sich ausdenkt, für Folgen nach sich ziehen kann. Aber man hat immer die Möglichkeit zu sagen: “Hm”. 😉 Was so viel bedeute wie: ”Das war falsch von mir. Es tut mir leid.”  


Der zweite Aspekt ist, dass jeder von uns was ganz besonderes ist (so wie ein Snöfrid) und wir Fähigkeiten haben, die uns selbst manchmal gar nicht bewusst sind. Es ist schön, wenn dann jemand sagt: “Du bist genau die richtige Person! Du schaffst das!”  

5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Autor: Andreas H. Schmachtl
Verlag: Arena
Seiten: 235
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4-6 Jahre
(Also ich finde, dass das Buch auch gut für Grundschulkinder
geeignet ist.)

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