TTT: Verstorbene Autoren

TTT: Verstorbene Autoren

6. Juni 2019 12 Von Petrissa

Guten Morgen,

das heutige Thema bei Top Ten Thursday von Aleshanee ist: 10 Lieblingsbücher, deren Autoren vor Deinem Geburtsjahr gestorben sind. Da mir mal wieder erst gestern Abend spät eingefallen ist, dass heute ja schon wieder Donnerstag ist, das Ganze heute kurz und knackig:

Zur Orientierung, ich bin 1973 geboren.

Pu der Bär / Alan Alexander Milne (†1956)

Pu der Bär ist mir zwar erst am Ende meiner Liste eingefallen, aber muss ganz eindeutig nach oben. (Wobei ich hier anmerken möchte, dass ich meien Liste nie nach “Top Ten” sortiere, sondern immer nach der Reihenfolge, wie sie mir einfallen. :blush Wie macht Ihr das?)

Wer kennt ihn nicht, Winnie-den-Pu, den Bären mit dem kleinen Verstand! Immerzu wollen sein Freund Christopher Robin und er eine Geschichte hören. Eine, in der sie selbst natürlich und alle Freunde und Bekannten aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald vorkommen. Lauter hochwichtige Persönlichkeiten wie Ferkel, Eule, Kaninchen, I-Ah, Känga Ruh und der ungestüme Tigger.

"Wenn man bedenkt, dass wir alle verrückt sind…" / Mark Twain (†1910)

Dies ist eine CD, bei der Jan Josef Liefers und Axel Prahl verschiedene Texte von Mark Twain lesen. Durch diese CD habe ich mich in Mark Twain verliebt. Er hat so einen wunderbar bissigen Humor.

Eine Hommage an Mark Twain: Er war ein Kritiker des American Way of Life und sehnte sich doch Zeit seines Lebens danach, von den besseren Kreisen akzeptiert zu werden. Er war Klatschreporter, Schiffssteuermann, Entertainer und Autor. Mit Jan Josef Liefers, Axel Prahl und Paul Ingendaay lesen drei der größten Twain-Fans aus seinen Texten und erzählen über sein Leben.

Siddhartha. Eine indische Dichtung / Hermann Hesse (†1962)

Hesse gehört ganz eindeutig zu meinen Lieblingsautoren und ich habe noch nichts von ihm gelesen, was mir nicht gefallen hat.

Siddhartha, die Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbständigen Leben, zeigt, dass Erkenntnis nicht durch Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

Kleiner Mann - was nun? / Hans Fallada ( †1947)

Das Buch hat mich unglaublich beeindruckt, weil es für seine Zeit sehr feministisch ist. Fallada war ein sehr kranker Mann. Bei einem Duell, was einfach nur ein Spaß sein sollte, hat er mit 18 ausversehen seinen besten Freund erschossen. Außerdem hat er schon als Kind eine Zwangsstörung und war generell sehr kränklich. In späteren Jahren war er dann Morphium abhängig.

Zu brisant, um so gedruckt zu werden: Von der Urfassung des Romans, der Hans Fallada am Vorabend der Machtergreifung der Nazis zum international gefeierten Erfolgsautor machte, wurde ein Viertel noch nie veröffentlicht.

Der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper wird. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand. In dieser rekonstruierten Urfassung führt ihr gemeinsamer Weg noch tiefer ins zeitgenössische Berlin, ins Nachtleben und in die von den „Roaring Twenties“ geprägten Subkulturen. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden so plastisch wie in wenigen anderen Texten.

Der alte Mann und das Meer / Ernest Hemingway (†1961)

Hemingways faszinierende Novelle über den kubanischen Fischer Santiago. Allein fährt er in einem kleinen Ruderboot aufs Meer. Vierundachtzig Tage hat er nichts gefangen. Sein junger Helfer wurde auf ein anderes Boot geschickt – der alte Mann sei vom Unglück verfolgt, sagen die Eltern. Doch nachdem Santiago wieder einen ganzen Tag lang umsonst gewartet hat, beißt ein sehr großer Fisch an und zieht ihn und das Boot hinaus aufs offene Meer. Ein ungleicher Kampf beginnt.

Wind in den Weiden / Kenneth Grahame (†1932)

Eine wunderschöne (Kinder)geschichte, die ich sehr liebe.Wenig bekannt ist, dass William Horwood Fortsetzungen geschrieben hat. Frühling /Sommer/Herbst/Winter in den Weiden. Muss ich unbedingt mal wieder lesen.

Als der Maulwurf den Frühjahrsputz sein lässt und sich auf den Weg an die frische Luft macht, beginnt für ihn ein neues Leben voller herrlicher Erlebnisse mit seinen neuen Freunden: der ausgeglichenen Ratte, dem etwas ruppigen, aber großherzigen Dachs und dem selbstverliebten, impulsiven und unverbesserlichen Herrn Kröterich. Die bezaubernde Fantasie Grahames und sein zarter Witz haben diese Geschichte zu einem der beliebtesten Kinderbücher der Weltliteratur gemacht.

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde /Robert Louis Stevenson (†1894)

Das einzige was mich an dem Buch ärgert, dass ich es nicht schon früher gelesen habe. So, so wunderbar!!

‘Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde’ ist eine der berühmtesten Kriminalgeschichten der Weltliteratur, eine spannende Doppelgänger-Erzählung, die bereits Oscar Wildes ‘Das Bildnis des Dorian Gray’ und noch Bret Easton Ellis’ ‘American Psycho’ inspirierte. Seit seiner Jugend weiß Doktor Jekyll um sein gespaltenes Ich, aber die dunkle Seite hat er zeitlebens verdrängt. Mit Hilfe eines geheimnisvollen Elixiers gelingt es ihm, seine Identität nach Belieben zu wechseln. Doch der mysteriöse Mr. Hyde wird immer mächtiger und droht das Gute zu verschlingen …

Das babylonische Wörterbuch von Joaquim Maria Machado de Assis (†1908)

Was für ein großartiges Buch!! Der Autor ist einer der wichtigsten Figuren der brasilianischen Literatur. Hier meine Rezension.

Was wäre geschehen, hätte nicht Jesus die Bergpredigt gehalten, sondern der Teufel? Was, wenn Männer und Frauen ihre Seelen und Rollen tauschten? Joaquim Maria Machado de Assis, berühmtester Klassiker Brasiliens und Vorbote des Magischen Realismus, stellt in seinen Erzählungen ironisch alle Konventionen auf den Kopf. Lustvoll spielt er mit den Erwartungen seiner Leser und lotet Grenzen aus: von Gut und Böse, Vernunft und Wahnsinn, bürgerlichem Schein und Sein. Dieser Auswahlband versammelt Machado de Assis’ beste Geschichten – allesamt Neu- und deutsche Erstübersetzungen – zu einem Panorama kompromissloser Originalität.

Die Wand / Marlene Haushofer (†1970)

Jetzt hätte ich fast dieses wunderbare Buch vergessen!! Ein Buch, dass mir auch noch nach 2 Jahren total präsent ist. Die Wand gehört zu den “Büchern meines Lebens”. Meine Rezension.

Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.

Die Chroniken von Narnia / C.S. Lewis (†1963)

Vielleicht waren Die Chroniken von Narnia mein erster Kontakt zur richtigen Fantasy. Jedenfalls war ich damals hin und weg.

Eine Reise durch die Zeit, Zauberei und vier magische Ringe – in “Das Wunder von Narnia” erzählt C. S. Lewis, wie das Abenteuer Narnia beginnt.
Durch die Experimente eines bösen Magiers geraten Polly und Digory in den Wald zwischen den Welten, wo der mächtige Löwe Aslan mit seinem Lied das zauberhafte Land Narnia erschafft und den ewigen Kampf gegen die Weiße Hexe Jadis aufnimmt.

Lewis’ wunderbares und zeitloses Abenteuer hat weltweit Millionen von Lesern verzaubert. Willkommen in einer Welt, in der es mehr sprechende Tiere als Menschen gibt und wo Kämpfe von Zwergen, Faunen, Riesen und Zentauren ausgefochten werden.

Am Anfang hatte ich noch mehr typische Klassiker, habe dann einige durch die Kinderbücher ausgetauscht. Die sind mir erst wieder eingefallen, als ich nach einer Liste gegoogelt habe.
 
Welche noch zu erwähnen wären:
– Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett († 1924)
– Nils Holgersson von Selma Lagerlöf ( † 1940)
– Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Baum (†1919)
– Alice im Wunderland von Lewis Carroll (†1898) Die ich persönlich allerdings nicht mag.
– Peter Pan von J. M. Barrie (†1937)
– Nesthäkchen von Else Ury (†1943 in Auschwitz ermordet)
So kurz ist es jetzt doch nicht geworden. Aber ich fand das Thema dann doch spannend, zu schauen, welche Autoren starben schon vor meiner Geburt. Nun bin ich gespannt, was ich bei Euch finden werde.
Liebe Grüße
Petrissa
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