Rezension: Wale retten, Igeln helfen, Erde schützen |Jess French

Rezension: Wale retten, Igeln helfen, Erde schützen |Jess French

7. August 2019 6 Von Petrissa

70 Ideen für kleine Naturschützer

Kinder sind besonders empfänglich für den Naturschutz. Sie haben noch ein Herz für die Tiere und die Natur. Und unbewusst wissen sie, dass es um ihre Zukunft geht.

Ich erinnere mich auch heute noch sehr gut daran, was wir in der 4. Klasse über das kostbare Gut Wasser gelernt haben und wie ich seit dem nie wieder beim Zähneputzen das Wasser habe laufen lassen.Wie ich mich mit meinen Eltern angelegt habe, damit auch sie bewusster mit Wasser(verschwendung) umgehen sollten.

 

Wale retten, Igeln helfen, Erde schützen richtet sich an Grundschulkinder. Genau dieses Alter, in dem sie merken, dass nicht immer alles wahr und richtig ist, was ihre Eltern sagen. In diesem Alter haben sie noch kein Schubladendenken und ignorieren Denkverbote. Sie benennen und fragen nach Tabus, weil sie noch nicht wissen, dass man „darüber doch nicht spricht“.

 

Ich möchte das Buch im Rahmen der Blogtour #WenigerPlastikIstMehr vorstellen, in der Hoffnung, es erreicht so eine Menge Menschen. Denn: Denkt an unsere Kinder und Enkel!

Forscher schätzen, dass es in 40 Jahren keinen Regenwald mehr gibt. Diese Information habe ich hier aus dem Buch. Und spätestens dann, können wir uns auf eine Katastrophe gefasst machen. Nicht nur für das Klima (was uns ganz direkt betrifft), ist der Regenwald unersetzlich. Das viele Millionen Tierarten ihren Lebensraum verlieren werden, mag viele nicht kümmern. Was interessieren mich schon die Papageien in Südamerika?!

Doch der Regenwald ist auch für den Wasserkreislauf unverzichtbar. Es wird zu Wüsten kommen, doch dies hat nicht nur regionale Auswirkungen, sondern auch globale. Der Wald filtert das Wasser. Doch gibt es keinen Wald mehr, wird das Trinkwasser teuer aufbereitet werden müssen.

Auch der Regen fließt dann schneller ab, was zu Hochwasser führen wird und so weiter.

Inhalt und Aufbau

Das Buch ist nach den Lebensräumen der Tiere sortiert.

Garten, Hecken, Heide, Wälder, Highlands, Feuchtgebiete, Süßwasser, Küsten, Ozeane, Savanne, Regenwald und das Gebirge.

Gleich zu Anfang wird erklärt, was ein Lebensraum ist und in wenigen Sätzen beschrieben, was den jeweiligen Lebensraum ausmacht.

Jeder Lebensraum fängt mit einer Doppelseite über ihn selbst an. Hier wird geschildert, welche Tiere dort leben und von welchen Gefahren dieser Lebensraum bedroht ist.

Gärten werden immer kleiner und oft sind sie durch eine Mauer vom nächsten Garten abgegrenzt, so dass die Tiere nicht mehr von einem Garten zum nächsten wechseln können.


Es folgt ein Steckbrief zu dem jeweiligen Lebensraum. Hier werden Tiere vorgestellt, die dort leben. Dazu die ungefähre Größe des Tieres und das Gewicht.


Lust auf ein kleines Ratespiel? Wer ist schwerer?

Ein Schmetterling oder eine Hummel?

Ein Spitzmaulnashorn oder ein Eisbär?

Eine Taube oder eine Nachtigall?

(Lösung weiter unten)


Was kann ich tun?

Im Anschluss zum Steckbrief kommt die Gretchenfrage: Was kann ich tun, um diesen Lebensraum zu schützen?

Am Ende gibt es noch eine Doppelseite über bedrohte Tierarten und auch ein Glossar.

Lösung: Der Schmetterling wiegt 0,5 g, die Hummel nur 0,1g. Das Spitzmaulnashorn wiegt 900-1400 kg, der Eisbär (nur) 150 – 450 kg. Die Taube wiegt 130 g und die Nachtigall nur 20 g. Lösung A war also immer richtig.

Reflexion

Es ist ein schönes Buch, das in einfachen und kurzen Sätzen viel Wissen über die Lebensräume und die Tiere dort vermittelt.

Auch viele der Ideen, wie man selber handeln und eingreifen kann, sind leicht nachzuvollziehen und auch für Kinder umsetzbar. Das Pausenbrot in einer wiederverwertbaren Box mitbringen. Keine Borke von den Bäumen abreißen, denn darunter leben Insekten und Larven. Das Licht ausmachen, wenn man einen Raum verlässt.

Bei vielen anderen Ideen werde die Kinder aber die Hilfe der Erwachsenen brauchen. Ob man nun die billige Schokolade mit oder die teure ohne Palmöl kauft, entscheiden eben nicht die Kinder.

Doch achtsame und wissende Kinder können Ihren Eltern viel beibringen.

Unterstützt Eure Kinder dabei, die Erde zu retten!

Fazit:

Ein Buch, das leicht verständlich dem Leser, der Leserin mehr über unsere Welt lehrt, die auf unsere Hilfe angewiesen ist, wenn wir die Zukunft unsere Kinder schützen wollen.

Handfeste Ideen zeigen den Kindern auf, was sie selber tun können. Sie zeigen auch uns Erwachsenen, was wir tun müssen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder und Enkel eine Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten haben sollen.

 

5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Ich danke dem Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar.


Wale retten, Igeln helfen, Erde schützen –

70 Ideen für kleine Naturschützer

Autorin: Jess French

Illustratorin: Angela Keoghan

Verlag: arsEdition (Juni.’19)

ISBN-10: 3845833734

Seiten: 64

Alter: 7 – 9 Jahre



Die Blogtour geht noch bis zum 19.09. und Ihr könnte jederzeit einsteigen.

Loading Likes...