#WirLesenFrauen

#WirLesenFrauen

19. April 2019 6 Von Petrissa

Seit dem 08.03., dem Weltfrauentag, hat Eva-Maria von Schreibtrieb eine „Wir lesen Frauen“-Challenge gestartet.

 

In den 90zigern (ja, so alt bin ich schon) war ich sehr feministisch aktiv.

Es war erschreckend, wie in den 2000er Emanzipation und Feminismus zum Schimpfwort wurden, wie Frauen plötzlich sagten, sie fühlen sich nicht benachteiligt.

 

Oberflächlich betrachtet könnte man das auch denken, aber faktisch gesehen verdienen Frauen immer noch weniger, sind von Altersarmut betroffen und in Vorständen eine Seltenheit. Alleinerziehende werden eine Menge Steine in den Weg gelegt, die typ. Frauenberufe sind nicht nur total unterbezahlt, sondern auch nicht wertgeschätzt.

Das fängt schon damit an, dass seit 30 Jahren(!) gesagt wir, es soll für alle Kinder einen Krippe- und Kitaplatz geben. Faktisch ist das immer noch nicht so.

Meine alte Zahnärztin ist nach ihrer Scheidung zurück nach Rumänien zu ihren Eltern gegangen, weil sie hier Arbeit und Kinder nicht vereinen konnte.

Und wer pflegt die Angehörigen?

Irgendjemand aus der CDU/CSU sagte doch, dass nun mal wieder ein Kanzler an der Reihe wäre. Was wäre wohl los, wenn wir Frauen das umgekehrt fordern würden?

 

Sexuelle Gewalt wird zum Großteil immer noch runter gespielt. Gerichtsprozesse sind in der Hinsicht immer noch so aufgezogen, dass es für Opfer kaum zu bewältigen ist und oft bekommt jemand, der ein Auto knackt eine höhere Strafe als ein Vergewaltiger.

Ein Trauma ist in Deutschland weder politisch noch von der Krankenkasse wirklich anerkannt. So kann man in den USA einen Therapiehund auf Grund einer posttraumatischen Belastungsstörung bekommen. Hier in Deutschland nicht.

Challenge

Normalerweise achte ich nicht darauf, ob ich Bücher von Männern oder Frauen lese. Doch seit ich es beobachte, stelle ich fest, dass ich tatsächlich mehr Bücher von Männern lese. Vielleicht weil ich oft Sachbücher lese? Nun, ich werde ein Auge darauf haben und durch die Challenge ja nun auch bewusst. Vor allem freue ich mich auf die „feministischen Bücher“, die seit über 20 Jahren hier noch ungelesen rum stehen.

Die Aufgaben:

  1. Lest ein Sachbuch zum Thema Feminismus (3 Punkte)
  2. Lest ein Buch aus einer Autorinnenvereinigung. Z.B. dem Nornennetz oder den mörderischen Schwestern. (1)
  3. Lest ein Buch einer Woman of Color. (2)
  4. Lest einen Essayband einer Autorin. (1)
  5. Lest das Buch einer deutschen Autorin. (1)
  6. Lest das Buch einer nicht-europäischen und nicht-amerikanischen Autorin. (2)
  7. Lest ein Sachbuch von einer Autorin. (1)
  8. Lest ein preisgekröntes Buch, das eine Frau geschrieben hat. (2)
  9. Lest das Buch einer SP-Autorin. (1)
  10. Lest einen Klassiker aus der Feder einer Autorin. (2)
  11. Lest einen Gegenwartsroman einer Autorin.(1)
  12. Lest die Geschichte einer trans Frau, geschrieben von einer (trans) Frau. (2)

Meine Fortschritte:

Aufgabe 3:

Aufgabe 5:

Die goldene Botschaft von Gina Mayer

Weil sie das Leben liebten von Charlotte Roth (1 Punkt)

Meister der Täuschung von Sabine Ebert (1)

Der junge Falke von Sabine Ebert (1)

Die Zeit des Verrats von Sabine Ebert (1)

Woodwalkers 6 – Tag der Rache von Katja Brandis (1)

Die Prinzessin und das singende Holz von Pernilla Kannapinn (1)

Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke (1)

Aufgabe 7:

Aufgabe 11:

 Im Schatten das Licht von Jojo Moyes (1 Punkt)

Fantasy von Frauen:

Die Sprache der Dornen von Leigh Bardugo

Wie Eulen in der Nacht von Maggie Stiefvater

Vier Farben der Magie von V.E. Schwab

Die Verzauberung der Schatten von V.E.Schwab

Die Beschwörung des Lichts von V.E. Schwab

 

Buchtipp:

Zu Aufgabe 3 kann ich Euch von Herzen “Deutschland schwarz weiß” von Noah Sow empfehlen.

Weitere Teilnehmerinnen:

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